Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Neues Buch: Miles Davis
    24. Februar 2026
    Stefan Hentz’ „Miles Davis. Sound eines Lebens“ ist kürzlich im Reclam Verlag erschienen.
  • Enjoy Jazz: Erste Namen
    24. Februar 2026
    Dieses Jahr wird Enjoy Jazz zum 28. Mal vom 2. Oktober bis zum 7. November ausgetragen.
  • USA: Jazz Legacies Fellows
    24. Februar 2026
    Die „Mellon Foundation“ und die „Jazz Foundation of America“ haben die Namen der „Jazz Legacies Fellows“ bekannt gegeben.
  • Ian A. Anderson: Autobiografie
    24. Februar 2026
    Ian A. Anderson hält Rückschau auf sein Leben mit dem Buch „Alien Water: Six Decades Paddling In Unpopular Music“.
  • Stuttgart: Winterjazz 2026
    24. Februar 2026
    Am kommenden Wochenende, vom 27. Februar bis 1. März, findet nun zum dritten Mal das Festival Winterjazz im Kulturbunker Stuttgart statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    23. Februar 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    23. Februar 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Wayne Horvitz – Music For 10 Musicians
    23. Februar 2026
    Die Zeiten, in denen Pianist und Keyboarder Wayne Horvitz mit Bands wie The President, Pigpen oder Zony Mash an der Seite John Zorns zu den Krachmachern der New-York-Downtown-Szene gehörte, sind vorbei. Seit mittlerweile einigen Jahrzehnten hat er sich nach Seattle zurückgezogen, um hauptsächlich als Komponist zu arbeiten, der impressionistischen Konzepten folgt. „Music For 10 Musicians“ […]
  • Philipp Maria Rosenberg – Rotwelsch
    23. Februar 2026
    Man tut den Singspielen „Gräfin Mariza“, „Polnische Hochzeit“ oder „Die Dubarry“ sicherlich nicht unrecht, wenn man sie aus Jazzsicht als böhmische Dörfer bezeichnet. Doch das könnte sich dank dem Schweizer Pianisten Philipp Maria Rosenberg durchaus ändern. Gemeinsam mit Kontrabassist Florian Kolb und Drummer Jordi Pallarés knöpft sich der Eidgenosse auf „Rotwelsch“ mehr – oder meist […]
  • Ómar Guðjónsson – 210
    23. Februar 2026
    Man ist verleitet, Rückschlüsse von der Landschaft auf die Musik zu ziehen. Denn Island ist eine karge Gegend, man vermutet dort ebensolche Menschen, und Ómar Guðjónsson ist tatsächlich ein Gitarrist mit fortgeschrittenem, schrulligem Humor. Denn sein Album „210″ klingt ein wenig nach weltentrücktem Country-Folk, nach Musik, die entsteht, wenn man sich mit schrägen Vögeln aus […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.