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    IG Jazz-Nord    

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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Agneya – Indo-Jazz-Fusion
    17. September 2026
    Timing ist alles in der Musik – nicht nur beim Spielen. Manchmal kommt es darauf an, Gelegenheiten beim Schopfe zu packen. Die Karriere des Schlagzeugers Agneya Chikte ist ein gutes Beispiel. Sie begann in West-Indien, wo er unter dem Einfluss John McLaughlins anfing, sich für Jazz zu interessieren. Er erinnert sich: „Ich bin mit Volksmusik […]
  • Daniel Garcia – The Hero’s Journey
    17. September 2026
    Der Titel der Solo-CD des spanischen Pianisten Daniel Garcia klingt schon reichlich bildungsbürgerlich. Wenn man sich auf Garcias Prämissen einlässt, ist man aber schnell dabei. Er betrachtet sein Album nämlich als Einladung, „die Echos des eigenen Lebensweges zu hören“, man sollte also der Held seines eigenen Lebens sein. Dann werden schöne Balladen wie „Meeting The […]
  • Lisa Stick – Live At Loft
    17. September 2026
    Für ein Konzert im Jahr 2024 konnte die Hamburger Posaunistin Lisa Stick ihr Traumensemble zusammenstellen. Sie entschied sich für Cesar Joaniquet (Tenor- und Sopransaxofon), Anders Jormin (Kontrabass) und den Berliner Heinrich Köbberling (Schlagzeug). Der Auftritt machte Lust auf mehr gemeinsame Konzerte, darunter, wie auf diesem Album dokumentiert, ein Jahr darauf im Kölner Loft: Es beginnt […]
  • Cecil Taylor Orchestra Humane – At Iridium 2004
    17. September 2026
    Cecil Taylor mochte es gern großformatig. 2004 gab er im New Yorker Jazzclub Iridium mit großer Besetzung innerhalb von sechs Tagen 14 Konzerte, die jetzt vollständig dokumentiert werden. Braucht man das? Wenn man es mit einem Mal weghören soll, definitiv nicht, denn wer hätte schon die exakt 16 Stunden Zeit. Aber wenn man Geduld walten […]
  • USA: Monterey Jazz Festival@69
    15. September 2026
    Seit 1958 findet das Monterey Jazz Festival statt, 2026 vom 25. bis 27. September zum 69. Mal.
  • 2026: BMW Young Artist Jazz Awards
    15. September 2026
    Kürzlich wurden mit Ida Koch, Edi May und Fernanda von Sachsen die Gewinner:innen 2026 des BMW Young Artist Jazz Awards bekannt gegeben.
  • Buch: Cologne Songbook
    15. September 2026
    Bei Melax Music ist kürzlich das „Cologne Songbook Vol. 1“ erschienen.
  • Culturescapes: Arctic
    15. September 2026
    Nachdem das Festival Culturescapes sich zweimal mit dem Thema Sahara befasst hat, geht es 2027 in die Arktis.
  • Premiere: Hainersee Musikfest
    15. September 2026
    Vom 18. bis 20. September findet das erste Hainersee Musikfest statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    14. September 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.