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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Berlin: XJAZZ! Weekender
    15. Mai 2026
    Das im März abgesagte Berliner XJAZZ! Festival wird nun als verkürzte Wochenend-Version vom 28. bis 31. Mai stattfinden.
  • APPLAUS Award: Anmeldefrist
    15. Mai 2026
    Die Bewerbungsfrist für den APPLAUS Award 2026 läuft noch bis 21. Mai, 12.00 Uhr mittags.
  • Manchester: Jazz Festival
    15. Mai 2026
    Das neuntägige Manchester Jazz Festival dauert noch bis zum 24. Mai.
  • World Circuit: 40
    15. Mai 2026
    Vor 40 Jahren wurde das englische Label World Circuit gegründet, das sich mit herausragenden Weltmusikveröffentlichungen etabliert hat.
  • RIP: Nick Hill
    15. Mai 2026
    In England starb am 5. Mai der Trompeter und Flügelhornist Nick Hill.
  • Roy Hargrove – Bern
    14. Mai 2026
    Es war eine Zeit, als amerikanische Musiker europäischen Kolleg/-innen gerne zeigten, wo der Jazzhammer hängt, Stichwort Marsalis-Family. Auch Roy Hargrove war einer von denen, die sich in dieser Ära mit vollem Einsatz in den Neotraditionalismus stürzten. Der Konzertmitschnitt vom Jazzfestival Bern vom Mai 2000 passt gut zu dieser Idee, denn der damals 30-jährige Trompeter und […]
  • Terrea – Raz
    14. Mai 2026
    „Rāz“, persisch für „Geheimnis“, ist der Titel des Debütalbums des im Iran geborenen und in Wien lebenden Komponisten Amir Ahmadi und seines Trios Terrea mit Geigerin Sarvin Hazin und Cellistin Anna Maria Niemiec. „Rāz“ ist auch ein besonderes Wort in der persischen Poesie und beschreibt klanglich die fließenden mikrotonalen Strukturen, in denen die Streicherinnen die […]
  • Unsere Eltern – Unsere Eltern im Schaufenster
    14. Mai 2026
    Die Hierarchien zwischen Stimme und Percussion aufzulösen, ist die Mission des Duos Unsere Eltern, bestehend aus Vokalistin Anastasija Stanojevic und Schlagzeuger Noah Studer. Dafür schickt Stanojevic ihre Stimme durch eine Reihe elektronischer Effektgeräte, die das Signal vervielfachen, loopen und harmonisieren. So legt sich eine geisterhafte Aura um die durchweg nonverbalen Gesangsparts, die sich im extremsten […]
  • Videopremiere – Phoenix Love – Lay Your Head Down
    12. Mai 2026
    Mit „Lay Your Head Down“ erschien gestern die erste Single aus dem Debütalbum „And All I Have To Give“ von Phoenix Love. Mit Dora Osterloh am Mikrofon, Keisuke Matsuno an der Gitarre, sowie Theresia Philipp am Saxophon, Simon Jermyn am Bass und Lukas Akintaya hinter dem Schlagzeug begibt sich die Formation auf eine musikalische Reise […]
  • 19: Bezau Beatz
    12. Mai 2026
    Vom 6. bis 9. August findet zum 19. Mail das Festival Bezau Beatz statt.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.