Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • USA: Monterey Jazz Festival@69
    15. September 2026
    Seit 1958 findet das Monterey Jazz Festival statt, 2026 vom 25. bis 27. September zum 69. Mal.
  • 2026: BMW Young Artist Jazz Awards
    15. September 2026
    Kürzlich wurden mit Ida Koch, Edi May und Fernanda von Sachsen die Gewinner:innen 2026 des BMW Young Artist Jazz Awards bekannt gegeben.
  • Buch: Cologne Songbook
    15. September 2026
    Bei Melax Music ist kürzlich das „Cologne Songbook Vol. 1“ erschienen.
  • Culturescapes: Arctic
    15. September 2026
    Nachdem das Festival Culturescapes sich zweimal mit dem Thema Sahara befasst hat, geht es 2027 in die Arktis.
  • Premiere: Hainersee Musikfest
    15. September 2026
    Vom 18. bis 20. September findet das erste Hainersee Musikfest statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    14. September 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    14. September 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Daniel Hernandez – Pure Land
    14. September 2026
    Pur: Das ist das Reine – als Utopie dessen, was sein könnte. Und doch gibt es sie noch, die Weite auf einem Berggipfel, das erste Grün, ein Sommermorgen. „Pure Land“ hat der Schweizer Pianist Daniel Hernandez sein Soloalbum betitelt. Mit introspektiven Kompositionen entwirft der 29-jährige Künstler, der im Alter von sieben Jahren mit einer klassischen […]
  • Okuda / Müller / Hall – ³√
    14. September 2026
    Diese Wurzel aus Drei wirkt über weite Strecken wie eine Wurzelziehung. Aber wie das bei Wurzelziehungen so der Fall ist, bewirkt sie nur Gutes. Es ist eine Plattitüde, dass man sich auf die Musik der japanischen Pianistin Rieko Okuda, des deutschen Posaunisten Matthias Müller und des australischen Drummers Samuel Hall einlassen muss, denn das muss […]
  • SML – Spontaneous Music Live
    14. September 2026
    „Spontaneous Music Live“ – ein Name, der das Akronym der Gruppe aus Los Angeles wörtlich und treffend umsetzt – weicht hinsichtlich seines Ausgangsmaterials nicht von den beiden vorherigen Alben von SML ab. Tatsächlich ist das Quintett – Anna Butterss, Booker Stardrum, Gregory Uhlmann, Jeremiah Chiu und Joshua Johnson – erneut vor Publikum zu hören. Der […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.