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    IG Jazz-Nord    

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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Jazz und Anderes im Radio
    18. Mai 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    18. Mai 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Johanna Borchert & Miles Perkin – The Match
    18. Mai 2026
    In diesem avantgardistischen Duoalbum steckt lupenreiner Pop. Miles Perkin, als Deutschkanadier schon mit hochkarätigen Americana-Bands unterwegs, und Johanna Borchert…
  • Gregory Hutchinson – Kind Of Now – The Pulse Of Miles Davis
    18. Mai 2026
    Für sein Tribute an Miles Davis hat sich Gregory Hutchinson ein Dreamteam zusammengestellt, mit dem Trompeter Ambrose Akinmusire und dem Saxofonisten Ron Blake, den beiden Gitarristen Jakob Bro und Emmanuel Michael, dem Pianisten Gerald Clayton, dem Bassisten Joe Sanders und ihm als Schlagzeuger. Jeder dieser Musiker fügt dem Repertoire auf „Kind Of Now – The […]
  • Chloé Marsigny Sextet – 10 Seconds To Lift-Off – Vol. 3
    18. Mai 2026
    Momentan kennt man die Schweizer Bassklarinettistin Chloé Marsigny vor allem vom Trio Knobil um die Bassistin (und Namensgeberin) Louise Knobil, die nun auch am Bass in Marsignys Sextett zu hören ist. Das „Vol. 3″ im Titel deutet es an: „10 Seconds To Lift Off“ ist der dritte Teil einer Folge von Alben, die allesamt ein […]
  • Berlin: XJAZZ! Weekender
    15. Mai 2026
    Das im März abgesagte Berliner XJAZZ! Festival wird nun als verkürzte Wochenend-Version vom 28. bis 31. Mai stattfinden.
  • APPLAUS Award: Anmeldefrist
    15. Mai 2026
    Die Bewerbungsfrist für den APPLAUS Award 2026 läuft noch bis 21. Mai, 12.00 Uhr mittags.
  • Manchester: Jazz Festival
    15. Mai 2026
    Das neuntägige Manchester Jazz Festival dauert noch bis zum 24. Mai.
  • World Circuit: 40
    15. Mai 2026
    Vor 40 Jahren wurde das englische Label World Circuit gegründet, das sich mit herausragenden Weltmusikveröffentlichungen etabliert hat.
  • RIP: Nick Hill
    15. Mai 2026
    In England starb am 5. Mai der Trompeter und Flügelhornist Nick Hill.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.