Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • 55: moers festival 2026
    03. März 2026
    Das moers festival findet dieses Jahr an fünf Tagen vom 21. bis 25. Mai statt.
  • Deutscher Jazzpreis: Nominierungen
    03. März 2026
    Die international besetzten Fachjurys haben getagt und ihre Entscheidungen für das Gros der Nominierungen zum Deutschen Jazzpreis getroffen.
  • Ruhrgebiet: Klavier-Festival
    03. März 2026
    Auch dieses Jahr sind vom 7. Mai bis 21. Juli wieder Größen und einige junge Talente des Piano-Jazz live beim Klavier-Festival Ruhr zu erleben.
  • Weissenhäuser Strand: Grand Soul Supreme
    03. März 2026
    Aus namens- und lizenzrechtlichen Gründen ändert der Baltic Soul Weekender ab diesem Jahr seinen Namen und heißt fortan Grand Soul Supreme.
  • 2026: Coltrane@100
    03. März 2026
    Impulse! Records wird zusammen mit John Coltranes Erbengemeinschaft den 100. Geburtstag von John Coltrane „Coltrane 100“ begehen.
  • Jazz und Anderes im Radio
    02. März 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    02. März 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Charles Mingus – Mingus At Monterey
    02. März 2026
    Die Liebe von Charles Mingus zur Musik von Duke Ellington ist ja hinreichend dokumentiert. Beide spielten 1964 beim Monterey Jazz Festival, und dies nahm der Bassist zum Anlass, sein Konzert mit sieben Ellington-Kompositionen (darunter „In A Sentimental Mood“, „Take The ‚A‘ Train“ und „Sophisticated Lady“) zu eröffnen. Eine großartige Live-Aufnahme, die zuerst melodisch startet, um […]
  • Shelley Hirsch / Christian Weber / Alfred Vogel – Vanish
    02. März 2026
    Die Poetin und Vokalartistin Shelley Hirsch gehört zum Urgestein der Downtown-Jazzszene
  • Yonela Mnana & Benedikt Reising – Echoes Of Marabi
    02. März 2026
    Südafrika trifft auf die Schweiz. Vor sieben Jahren schon lernten sich der südafrikanische Pianist und Sänger Yonela Mnana und der Schweizer Saxofonist Benedikt Reising während einer Tournee mit einem Projekt beider Länder kennen und schätzen. Nun also ihr gemeinsames, intimes Duowerk mit gesanglicher Unterstützung. Der Albumtitel verweist dabei auf den Marabi, eine frühe Form eines […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.