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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Zum Tod von Uli Lemke
    09. Juni 2026
    In tiefer Trauer müssen wir den Tod unseres langjährigen Jazz-thing-Kollegen Uli Lemke vermelden, der am 1. Juni 74-jährig gestorben ist.
  • Horst und Gretl Will-Stipendium: Roger Kintopf
    09. Juni 2026
    Gewinner des „Horst und Gretl Will-Stipendiums für Jazz/Improvisierte Musik“ in diesem Jahr ist der Bassist Roger Kintopf.
  • Berlin: ZigZag Jazz Festival
    09. Juni 2026
    Berlin hat mit dem ZigZag Jazz Festival vom 20. Juli bis 1. August ein neues Großereignis in Sachen Jazz und improvisierte Musik.
  • IB.SH-JazzAward: Ben Prechtl
    09. Juni 2026
    Der Saxofonist Ben Prechtl wird mit dem IB.SH-JazzAward ausgezeichnet.
  • Salzburg: Jazz & The City
    09. Juni 2026
    2026 findet Jazz & The City vom 15. bis 18. Oktober wieder in Salzburg statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    08. Juni 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    08. Juni 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Dave Holland / Norma Winstone / London Vocal Project – Vital Spark (Music Of Kenny Wheeler)
    08. Juni 2026

    Es ist in erster Linie eine englische Initiative …

  • Stefan Schöler Trio – Psalm B
    08. Juni 2026
    Dieses Trio swingt. Aber im Gegensatz zu konventionell swingenden Pianisten beherzigt Stefan Schöler eine befreite, erweiterte Tonalität. Man hört darin den Einfluss eines Paul Bley, eines John Taylor. Schölers Klavierphrasierung ist melodisch und klar, gleichzeitig aber abstrakt und eigensinnig – diese reife Stilistik überzeugt von Anfang bis Ende. „Psalm B“ ist das Nachfolgealbum zu „Folklore“ […]
  • Harriet Tubman & Georgia Anne Muldrow – Electrical Field Of Love
    08. Juni 2026
    Die Supergroup Harriet Tubman neigt nicht zu Schnellschüssen. In knapp drei Jahrzehnten bringt es das Trio mit Gitarrist Brandon Ross, Bassist Melvin Gibbs und Drummer JT Lewis gerade mal auf ein halbes Dutzend Alben. Der Power-Jazz-Rock der Formation steht seit jeher in der Tradition der Jimi Hendrix Experience, und auch diesmal trägt sie diese Energie […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.