Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • 28: Enjoy Jazz 2026
    14. Juli 2026
    Enjoy Jazz findet vom 2. Oktober bis 7. November in Rhein-Neckar unter dem Motto „Beauty“ statt.
  • Nürnberg: NUEJAZZ 2026
    14. Juli 2026
    2026 findet NUEJAZZ vom 23. Oktober bis 15. November in Nürnberg statt.
  • Neues Buch: Music Refuge
    14. Juli 2026
    Ailbhe Kenny hat mit „Music Refuge – Living Asylum Through Music“ ein Buch über die Rolle von Musik unter Zwangsmigranten geschrieben.
  • 5: New Colours Festival
    14. Juli 2026
    Das New Colours Festival findet dieses Jahr vom 24. bis 27. September in Gelsenkirchen statt.
  • Premiere: NODE Jazzfest
    14. Juli 2026
    Das erste NODE Jazzfest findet am 18. und 19. September im Wichernsaal Schwerin statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    13. Juli 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    13. Juli 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Chris Dahlgren / Claudio Puntin / Jim Hart – Soft Landing Option
    13. Juli 2026
    Phonetisch gibt der Albumtitel „Soft Landing Option“ fast schon die Richtung vor, die das Trio um den US-Amerikaner Chris Dahlgren auf der Viola da Gamba, dem Schweizer Claudio Puntin auf verschiedenen Klarinetten und dem Briten Jim Hart auf Marimba und Vibrafon einschlägt. Die Musik klingt oftmals soft und tuffig, obwohl das Sämige des Gambentons gerne […]
  • Carla Bley – Joyful Noise (Live In Hamburg 1984)
    13. Juli 2026
    Bei diesem Gig habe man nachher nicht kräftig gefeiert, sondern schon währenddessen, sagt Steve Swallow über das Hamburger Konzert der Carla Bley Band im März 1984. Da kann man dem Bassisten und Lebensgefährten der 2023 verstorbenen Komponistin und Orchesterleiterin nur zustimmen. Es ist in verschiedener Hinsicht ein Glücksfall, dass der im Archiv des NDR schlummernde […]
  • Ahmed – Play Monk
    13. Juli 2026
    Das britische Quartett Ahmed um den Pianisten Pat Thomas hat sich der Musik des Bassisten und Oud-Spielers Ahmed Abdul Malik verschrieben. Über die reine Werkinterpretation hinaus ging es dabei auch um die Weiterentwicklung seiner Konzepte und Philosophie: Ahmed machen Musik über die Musik ihres Namenspatrons. Nach sechs empfehlenswerten Alben widmet sich die Band nun dem […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.