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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Videopremiere – Noé Tavelli Double Drums Quartet – Curves
    21. April 2026
    Drummer Noé Tavelli begibt sich mit seinem Quartet auf die Spurensuche der kubanischen Batá-Tradition und dem Yakotá Rhythmus. Auf dem neuen Album „Curves“, welches im Juni diesen Jahres erscheint, ist der Dialog zwischen zwei Schlagzeugern festgehalten – Tavelli und Eric McPherson. Wir präsentieren die erste Single als Videopremiere. Enjoy!
  • Ukrainischer Jazzpreis: Hyphen Dash
    21. April 2026
    Zum ersten Mal wird der Ukrainische Jazzpreis vergeben: Beste Band ist Hyphen Dash, bestes Album „Unnatural Root“ von Hilarious Disasters.
  • 8: Jazzwoche Berlin
    21. April 2026
    Zum achten Mal veranstaltet die IG Jazz Berlin vom 20. bis 26. Juni ihre Jazzwoche Berlin.
  • Elbphilharmonie: Lost Music
    21. April 2026
    Im Rahmen vom Internationalen Musikfest Hamburg stellt die Elbphilharmonie Hamburg in „Lost Music“ Klänge bedrohter Musikkulturen vor.
  • UK: Jazz FM Awards
    21. April 2026
    Seit 2013 vergibt der britische Radiosender Jazz FM in mehreren Kategorien seine „Jazz FM Awards“.
  • Koop: Massive Attack & Tom Waits
    21. April 2026
    Massive Attack veröffentlichen mit „Boots On The Ground“ einen ersten Song mit Tom Waits.
  • Jazz und Anderes im Radio
    20. April 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    20. April 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Peter Weniger & Hubert Nuss – Colourfish
    20. April 2026
    Hier treffen zwei etablierte deutsche Jazzer aufeinander, die in den vergangenen Jahrzehnten schon oft kooperiert haben. Hubert Nuss wechselt zwischen Tasteninstrumenten wie Klavier und Synthesizer, Peter Weniger zwischen Sopran- und Tenorsaxofon. Zum hauptsächlich aus Originalen bestehenden Repertoire haben beide Stücke beigesteuert, die zwischen modernem Jazz, impressionistischen, kammermusikalischen und elektronischen Elementen zu verorten sind. So gesellt […]
  • Tras – Zcajk
    20. April 2026
    Das Berliner Improv-Duo Tras besteht aus der Schlagzeugerin, Sängerin und Pianistin Teresa Riemann und der Knöpfchendrückerin, Rumschreierin und Klangterror-Kreateurin (Eigenbeschreibung) Asja Skrinik. Beide sind sich hier und da über den Weg gelaufen – so war Riemann Skriniks Nachfolgerin am Mikrofon von BALG – und haben vor zwei Jahren Tras gegründet (der Bandname verbindet ihre Initialen). […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.