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    IG Jazz-Nord    

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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Berlin: Musikfonds@10
    11. September 2026
    Der Musikfonds feiert am 13. Oktober sein zehnjähriges Bestehen.
  • Ausstellung: Ryuichi Sakamoto
    11. September 2026
    Am 11. September, eröffnet im Rahmen der Berlin Art Week die Ausstellung „Seeing Sound, Hearing Time“ von Ryuichi Sakamoto.
  • Rokia Traoré: Globaltica Award
    11. September 2026
    Rokia Traoré ist im polnschen Gdynia mit dem Globaltica Award ausgezeichnet worden.
  • Schwarzwald: BlackForestJazz
    11. September 2026
    Der Schwarzwald hat eine lange Jazz-Geschichte, und eines der neuesten Kapitel ist das Festival BlackForestJazz.
  • Deutsche Jazzunion: Solidaritätserklärung
    11. September 2026
    Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt erklärt sich die Deutsche Jazzunion solidarisch mit Kulturschaffenden in dem Bundesland.
  • Elsa Johanna Mohr / Flávio Nunes – Em Julho
    10. September 2026
    Es ist ein reizvolles, betörendes Format, diese Frauenstimme, die sommerlich flirrende akustische Gitarre und die Songs aus dem brasilianischen Sprachraum; gerne gebucht, oft kopiert. Aber selten kriegt das in unseren Breitengraden jemand so authentisch hin wie Elsa Johanna Mohr und Flávio Nunes. Die Kölner Vokalistin und der in Deutschland lebende Saitenzupfer aus São Paulo wirken […]
  • Charles Lloyd – Sangam & Friends
    10. September 2026
    Mit „Sangam & Friends“ erinnert der inzwischen 88-jährige Saxofon-Weise Charles Lloyd an seinen Freund und langjährigen Mitstreiter Zakir Hussain, der im Dezember 2024 verstarb. Seit 2004 arbeiteten Lloyd und der indische Tablameister in einem Trio mit Drummer Eric Harland zusammen. Drei bislang unveröffentlichte Archivstücke führen noch einmal vor Augen, wie ungewöhnlich und faszinierend diese Mischung […]
  • Simone Kopmajer & Viktor Gernot – You Wonderful You
    10. September 2026
    Die Sängerin Simone Kopmajer hat mit vielen Jazzstars gearbeitet (darunter George Mraz, Jamaaladeen Tacuma) – in Fernasien soll sie selbst ein kleiner Star sein. Ihr österreichischer Landsmann Viktor Gernot – mit seiner schön sonoren Crooner-Stimme – kommt dagegen aus der Musical- und Entertainer-Welt. Als Gesangs-Duo haben sich die beiden einige große Melodien der Tin Pan […]
  • 20: Jazz thing Mixtape auf onejazz
    09. September 2026
    Das nächste Jazz thing Mixtape in englischer Sprache läuft am 14. September ab 10 Uhr auf onejazz.
  • 6: NICA artist development
    08. September 2026
    Kürzlich wurden die Künstler:innen des neuen, sechsten Jahrgangs von NICA artist development bekannt gegeben.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.