Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • München: Jazz im Bergson
    20. Februar 2026
    Am 7. März beginnt mit einem Auftritt des Pianisten Marco Mezquida die neue Konzertreihe Jazz thing at Bergson.
  • Buch: Cosmic Music
    20. Februar 2026
    Am 3. März erscheint die erste Monografie über Alice Coltrane, „Cosmic Music – The Life, Art, and Transcendence of Alice Coltrane“.
  • Lesung: Ohren auf Weltreise
    20. Februar 2026
    Das Duo Bassekou Kouyaté und Amy Sacko geht mit dem Autor Stefan Franzen auf eine kombinierte Konzert- und Lesereise.
  • Hamburg: TAoMe
    20. Februar 2026
    Das Branchentreffen The Art of Music Education findet vom 4. bis 6. März tagsüber im Hamburger KörberForum.
  • Winterthur: Afro-Pfingsten
    20. Februar 2026
    Afro-Pfingsten in Winterthur, das in diesem Jahr vom 20. bis 25. Mai stattfindet, hat das Line-Up seines Hauptprogramms bekannt gegeben.
  • Morgenthaler – Röllin – Ruben – Alarmstufe Rot
    19. Februar 2026
    Der Albumtitel verrät es: Die Schweizer Robert Morgenthaler (Posaune) und Urs Röllin (Gitarre) sowie der estnische Schlagzeuger Tanel Ruben stehen in jedem der neun Titel unter Hochdruck. Die Kopf-Themen und Unisono-Parts dienen als Ventil, das sich zu Beginn der Solopassage öffnet für hyperaktives, hyperventilierendes Interplay. Da das Trio über keinen Bassisten verfügt, übernimmt oft einer […]
  • Michael League / Pedrito Martinez / Antonio Sánchez – Ellipsis
    19. Februar 2026
    „Ellipsis“ ist mehr als nur ein Trioalbum mit Schlagzeug (Antonio Sánchez), Bass (Michael League) und dem kubanischen Sänger und Perkussionisten Pedrito Martinez. Dessen Wurzeln in der westafrikanischen Yoruba-Tradition bilden das Fundament der initialen Session, die im folgenden Overdub-Prozess ihre vierte Dimension entfaltet. Nachdem Martinez und Sánchez hauptsächlich Schlagwerk- und Gesangsspuren aufgenommen haben, ergänzte der für […]
  • Susanne Alt – Dark Horse
    19. Februar 2026
    Wer glauben mag, die in Amsterdam lebende Würzburgerin Susanne Alt würde sich einfach auf den von Candy Dulfer domestizierten Gaul setzen, um die Masche „Frau am Saxofon“ weiter zu bedienen, der wird durch ihre Version von Charlie Parkers „Au Privave“ schnell eines Besseren belehrt. Die 47-Jährige überzeugt mit einer schlanken, völlig eigenständigen Variante des Klassikers, […]
  • RIP: Michel Portal
    17. Februar 2026
    Am 12. Februar ist der Klarinettist und Saxofonist Michel Portal im Alter von 90 Jahren in Paris gestorben.
  • Berlin: Lesung mit Joe Boyd
    17. Februar 2026
    Am 12. März kommt Joe Boyd mit seinem Buch „And The Roots Of Rhythm Remain“ als audiovisuellen Vortrag ins Babylon Berlin-Mitte.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.