Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Jazz und Anderes im Radio
    09. Februar 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    09. Februar 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Paul Bernewitz – Between The Years
    09. Februar 2026
    Paul Bernewitz klingt, als arbeitete er an der Rückverzauberung der Abstraktion. Der Pianist aus Leipzig kreist Harmonien ein, nähert sich Klangräumen über rätselhafte Tonkonstellationen und entfaltet dabei seinen eigenen Impressionismus. Es ist ein Experiment, wie es etablierte Kollegen wie Rainer Böhm oder Michael Wollny auch erforschen, die Suche nach dem Geisterhaften der Inspiration, den möglichst […]
  • Sheen Trio – Transitory
    09. Februar 2026
    „Sheen“ ist der 16. Buchstabe im persischen Alphabet. Sheen ist auch der Anfangsbuchstabe des Vornamens der in Teheran aufgewachsenen, mittlerweile in Osnabrück lebenden Klarinettistin Shabnam Parvaresh, weshalb sie ihr Trio mit Ula Martyn-Ellis (Gitarre) und Philipp Buck (Drums) damit überschrieben hat. Die Musik auf dem zweiten Album ihres Sheen Trios, „Transitory“, ist kontrastreich und zieht […]
  • Melissa Aldana – Filin
    09. Februar 2026
    Wenn Gonzalo Rubalcaba mit vorsichtig gesetzten, reduzierten Läufen in „La Sentencia“ am Flügel beginnt und Melissa Aldana dazu ihr Tenorsaxofon wie einen Segelflieger einschweben lässt, erinnert dies spontan an Kenny Barron und Stan Getz, das wohl einvernehmlichste Duo der Jazzgeschichte. Und die Gangart bleibt so. „Filin“ spielte die chilenische Ausnahmemusikerin mit Rubalcaba, Peter Washington, Kush […]
  • Grammy: Die Jazz-Sieger/-innen
    06. Februar 2026
    Am 1. Februar wurden in Los Angeles zum 68. Mal die Grammys verliehen.
  • Buch: Helmut Zacharias
    06. Februar 2026
    Im Allitera-Verlag erscheint erstmals eine Monografie über den Geiger und Komponisten Helmut Zacharias.
  • Stans: Musiktage@30
    06. Februar 2026
    Zum 30. Mal gehen die Stanser Musiktage im schweizerischen Kanton Nidwalden vom 15. bis 19. April ins Rennen.
  • Album: Valtteri Laurell plays J Dilla
    06. Februar 2026
    Pünktlich zum 20. Todestag des US-amerikanischen HipHop-Musikers und Produzenten J Dilla erscheint am 10. Februar die digitale Single „Won’t Do“.
  • Halle: Next Generation Women in Jazz
    06. Februar 2026
    Die Bewerbung für „Women in Jazz – Next Generation Virtuell“ hat begonnen und läuft bis zum 2. März.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.