Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Downbeat: 74. Critics Poll
    21. Juli 2026
    Seit 74 Jahren ruft das Downbeat Magazine Kritiker:innen dazu auf, ihre Wahl für den jeden Sommer publizierten „Downbeat Critics Poll“ zu treffen.
  • Viersen: Internationales Jazzfestival
    21. Juli 2026
    In diesem Jahr findet das erste Jazzfestival Viersen im neuen Biennale-Rhythmus statt.
  • Bundeshaushalt: Kürzungen bei der Kultur
    21. Juli 2026
    Mit einer gemeinsamen Stellungnahme setzen sich FREO, PRO MUSIK und Deutsche Jazzunion gegen Kürzungen in der Kultur zur Wehr.
  • Daniel Haaksman: Neues Buch
    21. Juli 2026
    Daniel Haaksman erzählt mit „It Began in Ipanema“ in 50 Kapiteln mit ebenso vielen ausgewählten Songs die Musikgeschichte Rio de Janeiros.
  • Würzburg: Hafensommer 2026
    21. Juli 2026
    Die Open-Air Bühne in Würzburgs Alten Hafen wird zwischen 24. Juli und 9. August wieder zum Austragungsort für den alljährlichen Hafensommer.
  • Jazz und Anderes im Radio
    20. Juli 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    20. Juli 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Kravchenko Clees – Faces
    20. Juli 2026
    Für ihr Debüt begeben sich die ukrainische Vokalistin Kateryna Kravchenko und der luxemburgische Vibrafonist Arthur Clees in einen großenteils poetischen Dialog. Dabei schöpfen sie aus den besonderen klanglichen Möglichkeiten ihrer Duobesetzung und den Texten internationaler Dichter. So werden etwa Werke des Ukrainers Vasyl Stus, der US-Amerikanerin Sara Teasdale, des Spaniers Juan Ramón Jiménez und von […]
  • Conrad Noll / Jörg Kaufmann / Mathias Haus – Kinderszenen – Schumann Meets Jazz
    20. Juli 2026
    Die siebte Kinderszene aus Opus 15 von Robert Schumann, die „Träumerei“, gehört in die Liga „All The Things You Are“ des Great American Songbooks – von jedem gespielt, verfügbar und malträtiert in Myriaden Interpretationen. Saxofonist und Flötist Jörg Kaufmann, Bassist Conrad Noll und Vibrafonist Mathias Haus bewahren die ans Banale grenzende Kindlichkeit der Melodie, retten […]
  • Jon Henriksson – Shapeshifter
    20. Juli 2026
    Vielleicht muss man seine Hörparameter neu justieren, umdenken. Denn von einem skandinavischen Musiker erwartet man normalerweise Anderes, auch wenn es nicht immer der klassische ECM-Sound sein muss. Aber hier beginnt alles schon mal, als wären die Aufnahmen nicht bei minus zehn Grad vor der Studiotür entstanden, sondern an der schwülheißen Copacabana. „Toninho“ hat der schwedische […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.