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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Charles Mingus – Mingus At Monterey
    02. März 2026
    Die Liebe von Charles Mingus zur Musik von Duke Ellington ist ja hinreichend dokumentiert. Beide spielten 1964 beim Monterey Jazz Festival, und dies nahm der Bassist zum Anlass, sein Konzert mit sieben Ellington-Kompositionen (darunter „In A Sentimental Mood“, „Take The ‚A‘ Train“ und „Sophisticated Lady“) zu eröffnen. Eine großartige Live-Aufnahme, die zuerst melodisch startet, um […]
  • Shelley Hirsch / Christian Weber / Alfred Vogel – Vanish
    02. März 2026
    Die Poetin und Vokalartistin Shelley Hirsch gehört zum Urgestein der Downtown-Jazzszene der 1980er- und 1990er-Jahre. Dass sie nichts von ihrer subversiven Power verloren hat, zeigt sie nun auf dieser Trioeinspielung mit Bassist Christian Weber und Schlagzeuger Alfred Vogel. Ihre Wortkanonaden sind so treffsicher wie vor 40 Jahren, sie jodelt, plappert, zischt, rattert, stolpert und stottert […]
  • Yonela Mnana & Benedikt Reising – Echoes Of Marabi
    02. März 2026
    Südafrika trifft auf die Schweiz. Vor sieben Jahren schon lernten sich der südafrikanische Pianist und Sänger Yonela Mnana und der Schweizer Saxofonist Benedikt Reising während einer Tournee mit einem Projekt beider Länder kennen und schätzen. Nun also ihr gemeinsames, intimes Duowerk mit gesanglicher Unterstützung. Der Albumtitel verweist dabei auf den Marabi, eine frühe Form eines […]
  • Videopremiere – Simin Tander – The Wind Within Her
    27. Februar 2026
    Linnea Syversen hat für Simin Tanders „The Wind Within Her“ ein bildliche Umsetzung gemacht, die wir in unserer heutigen Videopremiere exklusiv vorstellen dürfen. Der Song stammt vom aktuellen Album „The Wind“ der Kölner Sängerin und Komponistin und erschien beim norwegischen Label Jazzland Recordings. Vorhang auf!
  • Basel: Jazzfestival
    27. Februar 2026
    Am 27. April beginnt im schweizerischen Basel das 36. Jazzfestival.
  • RIP: Willie Colón
    27. Februar 2026
    Am 21. Februar ist der Posaunist, Sänger, Komponist, Arrangeur und Produzent Willie Colón im Alter von 75 Jahren gestorben.
  • Baden-Baden: Mr. M’s Jazz Club
    27. Februar 2026
    Zum 18. Mal lädt Mr. M’s Jazz Club in Baden-Baden zum dreitägigen Festival vom 12. bis 14. März.
  • Frankfurt: Jazz-Residenz Jakob Manz
    27. Februar 2026
    Die Jazz-Residenz von Jakob Manz in der Alten Oper in Frankfurt am Main biegt auf die Zielgerade ein.
  • Oberkochen: Jazz Lights
    27. Februar 2026
    In Oberkochen werden am 13. März wieder für zwei Wochenenden die Jazz-Lichter angezündet.
  • Tineke Postma – VOYA
    26. Februar 2026
    Gleich das erste Stück auf „VOYA“, „Unity And Four Reasons Of Hope“, macht deutlich, welche wichtige Rolle und Funktion der Bassist Robert Landfermann in diesem Quartett der Holländerin Tineke Postma einnimmt. Rhythmisch und metrisch fixiert der Kölner überhaupt erst den Rahmen, der die Musiker/-innen dieses paneuropäisch besetzten Ensembles improvisierend sich ausbreiten lässt. Kontrastierend fällt einem […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.