Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Essen: JOE Festival
    16. Januar 2026
    Vom 19. bis 21. Februar findet in Essen auf Zeche Carl das JOE Festival statt.
  • Berlin: Club Transmediale
    16. Januar 2026
    Am 23. Januar beginnt in Berlin der Musikmarathon Club Transmediale, kurz CTM.
  • SRF: Veränderungen
    16. Januar 2026
    Der Schweizer Rundfunk SRF hat zum 1. Januar 2026 einige Programmveränderungen vorgenommen, die Sparmaßnahmen geschuldet sind.
  • Echternach: Echter’Jazz
    16. Januar 2026
    Im luxemburgischen Echternach findet vom 26. bis 28. Februar das Festival Echter’Jazz statt.
  • Berlin: Jazz im Gretchen
    16. Januar 2026
    Im Berliner Gretchen steigt der Anteil an vielversprechenden Jazzkonzerten.
  • Don Was & The Pan-Detroit Ensemble – Groove In The Face Of Adversity
    15. Januar 2026
    Ohne Groove nix los: Blue-Note-Chef Don Was betont in Interviews gerne, was für ihn als Kind der Motown-Stadt Detroit gute Musik ausmacht. Da überrascht es nicht, dass das fulminante Debüt des von ihm ins Leben gerufenen Pan-Detroit Ensembles vor lauter Grooviness nur so trieft. Mit Was am Bass interpretiert das neunköpfige Ensemble in Studiound Live-Settings […]
  • Mark Turner – Reflections On The Autobiography Of An Ex-Colored Man
    15. Januar 2026
    „Passing“ – der Terminus steht für Afroamerikaner, die sich wegen ihrer helleren Hautfarbe als weiß ausgeben, um dadurch Vorteile zu erlangen oder Diskriminierungen zu vermeiden. Menschen, die „passieren“, erhalten in der Regel besseren Zugang zu Bildung, Jobs oder Wohngegenden. Schon 1912 thematisierte James Weldon Johnson dies in einem Roman, 113 Jahre später hat Mark Turner […]
  • Rebecca Trescher – Changing Perspectives
    15. Januar 2026
    Nach ihren „Character Pieces“, die Rebecca Trescher mit ihrem Tentett eingespielt hat, übt sich die Nürnberger Klarinettistin, Komponistin und Bandleaderin jetzt also im Perspektivwechsel. Aufgenommen hat sie „Changing Perspectives“ jedenfalls mit ihrem Quartett mit Andreas Feith (Piano), Phil Donkin (Bass) und Tobias Backhaus (Drums), für das sie Theresia Philipp (Altsaxofon), Joachim Lenhart (Tenorsaxofon) und Philipp […]
  • Neue Runde: UNIT live!
    13. Januar 2026
    Die Konzertreihe UNIT live! des von den Schweizer Bassisten Luca Sisera und Andreas Waelti geleiteten Unit Records geht in die nächste Runde.
  • 21: Morgenland Festival
    13. Januar 2026
    Das Morgenland Festival Osnabrück findet unter der neuen Leitung von Shabnam Parvaresh vom 29. Mai bis 6. Juni statt.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.