Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Berlin: Gesobau Jazz & Soul Award
    13. Februar 2026
    Die Gewinner/-innen des Gesobau Jazz & Soul Award stehen fest: Savannah Hauskeller, Purse und Akari.
  • Berlinale: Jazz- und Musikfilme
    13. Februar 2026
    In Berlin haben gestern die 76. Internationalen Filmfestspiele unter der Leitung von Tricia Tuttle begonnen.
  • RIP: Billy Bass Nelson
    13. Februar 2026
    Am 31. Januar starb der Musiker William „Billy Bass“ Nelson, drei Tage nach seinem 75. Geburtstag.
  • Freiburg: Tamburi Mundi
    13. Februar 2026
    Vom 2. bis 12. April öffnet Freiburg zum 21. Mal seine Türen für Tamburi Mundi.
  • 18. April: Record Store Day
    13. Februar 2026
    Die Liste der exklusiven Veröffentlichungen zum Record Store Day am 18. April ist erschienen.
  • Florian Ross & WDR Big Band – Plans & Drawers
    12. Februar 2026
    Florian Ross mag Doppelungen. Bei ihm geht es zum Beispiel um „Lines & Crosscurrents“, „Pigs & Fairies“, „Reason & Temptation“, „Tunes & Explorations“. Es ist ein Bauprinzip seiner Musikprogramme, das Motive, Entwicklungen, Strukturen zwischen zwei Polen zusammenführt, zumindest als Einstieg der Kompositionen. Für „Plans & Drawers“ schließt sich der Pianist und Kölner Jazzprofessor mit der […]
  • Billy Hart / Ethan Iverson / Marc Turner / Ben Street – Multidirectional
    12. Februar 2026
    Es ist eine Welt der Brücken, die der Schlagzeuger Billy Hart, einer der Überlebenden der klassischen Periode des Modernen Jazz in den 1960er-Jahren, in „Multidirectional“, dem neuen Live-Album seines Quartetts, im Alter von 85 Jahren entwirft. Mit dem Pianisten Ethan Iverson, dem Tenorsaxofonisten Mark Turner und dem Bassisten Ben Street, drei herausragenden Vertretern einer längst […]
  • Malene Mortensen & Christian Sands – Malene & Christian
    12. Februar 2026
    Nachdem sie sich 2013 erstmals bei einem Konzert im legendären Jazzhus Montmartre in Kopenhagen kennengelernt hatten, nahmen die dänische Sängerin Malene Mortensen und der US-amerikanische Pianist Christian Sands ihr erstes gemeinsames Album „Can’t Help It“ 2014 mit Sands‘ Trio in New York auf. Jetzt hat das dänische Label Stunt Records beide erneut zusammengebracht, diesmal mit […]
  • RIP: Ebo Taylor
    10. Februar 2026
    Mit Ebo Taylor ist am 7. Februar einer der Grandseigneurs der Highlife-Geschichte von Ghana im Alter von 90 Jahren verstorben.
  • 47: Bergamo Jazz Festival
    10. Februar 2026
    Zum 47. Mal findet in diesem Jahr vom 19. bis 23. März das Bergamo Jazz Festival statt.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.