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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • 12: European Jazz Conference in Köln
    28. April 2026
    Vom 24. bis 27. September findet die European Jazz Conference des Europe Jazz Network zum allerersten Mal in Deutschland, genauer: in Köln, statt.
  • Deutscher Jazzpreis: Gewinner/-innen
    28. April 2026
    Am Schlusstag der jazzahead! in Bremen wurde in insgesamt 22 Kategorien zum sechsten Mal der Deutsche Jazzpreis verliehen.
  • Am Ende: Jazz in Essen
    28. April 2026
    Am 17. Mai setzt nach mehr als 40 Jahren ein Konzert mit Sylvain Rifflet den Schlusspunkt hinter die Jazzkonzertreihe „Jazz in Essen".
  • Fela Kuti: Rock & Roll Hall Of Fame
    28. April 2026
    Fela Kuti wird in die „Rock & Roll Hall Of Fame“ aufgenommen, als erster afrikanischer Solokünstler.
  • NRW: Young Jazz Talent Award
    28. April 2026
    Am 16. Mai kommen vier junge Tenorist/-innen in der Jazz-Schmiede Düsseldorf zum Wettbewerb „Young Jazz Talent Award“ zusammen.
  • Jazz und Anderes im Radio
    27. April 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    27. April 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Bruno Bavota & Chantal Acda – Safer Places
    27. April 2026
    Dieses Mal haben sie sich gemeinsam im Tonstudio für die Aufnahmen getroffen. Denn beim ersten gemeinsamen Album waren sie physisch nicht zusammen bei der Entstehung. Aber nun, und das unter der Regie von Phil Brown, der als Toningenieur schon für Acts wie die New-Wave-Band Talk Talk gearbeitet hat. Der italienische Pianist Bruno Bavota und die […]
  • The Messthetics & James Brandon Lewis – Deface The Currency
    27. April 2026
    Es ist das zweite Treffen der elektrischen Hardcore-Jazzer The Messthetics mit Gitarrist Anthony Pirog sowie den ehemaligen Fugazi-Mitstreitern Joe Lally und Brandon Canty an Bass und Schlagzeug mit Saxofonist James Brandon Lewis. Was auf dem Debütalbum der Viererbande noch wie eine flüchtige, aber fruchtbare Bekanntschaft wirkte, verstetigt sich auf „Deface The Currency“ zu einer festen […]
  • Yukari / Thomas Morgan / Satoshi Takeishi – Zephyr
    27. April 2026
    „Zephyr“ steht in der griechischen Mythologie für den Gott des sanften Westwindes. An diesen fühlte sich die japanische Flötistin und Vokalistin Yukari erinnert, als sie während des Lockdowns mit ihrer Tochter spazierenging und das Gefühl hatte, aus der Dunkelheit wiederaufzutauchen. So beschreibt sie es in ihrem neuen gleichnamigen Trioalbum, das im November 2022 in Brooklyn […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.