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    IG Jazz-Nord    

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In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Jazz und Anderes im Radio
    19. Oktober 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    19. Oktober 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Arne Huber – Still
    19. Oktober 2026
    Zu seinem regulären Quartett gesellen sich auf Arne Hubers neuem Album „Still“ die Gäste Wanja Slavin (Altsaxofon), Ben Kraef (Tenorsaxofon) und Jorge Rossy (Vibrafon) und sorgen dafür, dass die Platte alles andere als still ausfällt. Im Gegenteil: „Bogatur“ klingt wild und mitreißend und selbst eine Ballade wie „Here And Now“ – wo Hubers Bass ausnahmsweise […]
  • Nils Petter Molvær – Be Quiet
    19. Oktober 2026
    Auf seiner Homepage trägt Nils Petter Molvær eine Basecap mit dem Aufdruck „Be Quiet“. Es ist der Titel seines ersten echten Albums für Edition Records und selbstverständlich das Mantra während der Produktion. Keine verschleppten Drums, keine verzerrten Bläser – das Album ist eine Kompilation von neun intimen Duos, benannt nach den Aufnahmeorten. In Kopenhagen trifft […]
  • Ella Zirina & Teis Semey – Dark Yellow
    19. Oktober 2026
    Warum Einfaches, Schönes verkomplizieren? „Chords“ heißt ein Song hier bloß; ein anderer „Arpeggios For Two Guitars“. „Wir schätzen beide die Tradition in der klassischen Musik, die Dinge nach dem zu benennen, was sie sind“, sagt Teis Semey. Der dänische Gitarrist, sonst bekannt für seinen „nordischen Punk-Free-Jazz“, traf am Conservatorium in Amsterdam die Lettin Ella Zirina, […]
  • Konstanz: Jazzherbst
    16. Oktober 2026
    In Konstanz beginnt am 28. Oktober der 47. Jazzherbst.
  • Start: Deutscher Jazzpreis 2027
    16. Oktober 2026
    Am 2. Juni 2027 wird im Schauspiel Leipzig zum siebten Mal der Deutsche Jazzpreis vergeben. Nachdem
  • Auf Tour: Pablo Ziegler
    16. Oktober 2026
    Der argentinische Pianist Pablo Ziegler ist im Oktober und November auf Tournee im deutschsprachigen Raum.
  • Paris: Gesangswettbewerb
    16. Oktober 2026
    Die 27-jährige Französin Malou Oheix ist Siegerin des diesjährigen Internationalen Gesangswettbewerbs der Herbie Hancock Foundation.
  • Simon Reynolds: Still in a Dream
    16. Oktober 2026
    Im Ventil-Verlag erscheint am 20. November die deutsche Übersetzung von Simon Reynolds’ popmusikalischer Epochenübersicht „Still in a Dream“.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.