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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • Georg Vogel – Ogilsd Vobi
    09. März 2026
    Fluchtpunkt und Ornament. Auf seinem neuen Soloalbum „Ogilsd Vobi“, entstanden während einer Kompositionsresidenz in einem schweizerischen Dorf nahe Chur, erforscht der österreichische Jazz- und Improvisationsmusiker Georg Vogel die barocke Kunst der Fuge und ihre Variationsmöglichkeiten. Der versierte Pianist, der auch für seine musiktheoretischen Erweiterungen der Zwölftonmusik bekannt ist, untersucht polyphone Kompositionstechniken, die er mit Improvisation […]
  • Axel Kühn Trio – Vision And Movement – Live At BIX
    09. März 2026
    „Vision And Movement – Live At BIX“ ist das mittlerweile fünfte Album dieses Jazzpiano-Trios unter der Leitung des bei Tübingen lebenden Kontrabassisten Axel Kühn. Und ja, auch dieser Live-Mitschnitt aus Stuttgarts Vorzeige-Jazzclub besitzt diesen lyrischen Melos, der auch nicht vor Popharmonik zurückschreckt und gerne mal richtig nach vorne zu grooven weiß – was fast zum […]
  • Lothar Kosse – Shekinah
    09. März 2026
    Auf der Produktinfo steht als Genre: Jazz, Fusion, Christian Jazz. Und erkundigt man sich auf Wikipedia über den deutschen Gitarristen Lothar Kosse, erfährt man, dass er vor allem in christlichen Kreisen einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Nur konsequent, dass Kosse sein aktuelles Album ins Deutsche übersetzt mit „Herrlichkeit“ betitelt hat. Und man hört auch durchaus einen […]
  • Stuttgart: JazzOpen & German Jazz Trophy
    06. März 2026
    Das Festival JazzOpen Stuttgart eröffnet am 1. Juli traditionell mit der Verleihung der German Jazz Trophy, 2026 an den Bassisten Stanley Clarke.
  • Hamburg: Gondwana Records Presents
    06. März 2026
    Das britische Label Gondwana Records kehrt am 4. April zurück in die Hamburger Elphilharmonie.
  • Rudolstadt: RUTH für Dota Kehr
    06. März 2026
    Der seit 2002 verliehene Weltmusikpreis RUTH geht in diesem Jahr an die Berliner Songwriterin Dota Kehr. Sie erhält ihn für ihr Mascha-Kaléko-Programm „In der fernsten der Fernen“. Kehr, die unter dem Pseudonym Die Kleingeldprinzessin bekannt wurde, zählt heute zu den bekanntesten Künstlerinnen in ihrem Genre und wirkt seit 2013 mit ihrer Band unter dem Namen […]
  • Schwäbisch Hall: JazzArtFestival
    06. März 2026
    Vom 18. bis 23. März findet in Schwäbisch Hall zum 20. Mal das JazzArtFestival statt.
  • Birmingham: Mostly Jazz Funk & Soul
    06. März 2026
    Das Festival Mostly Jazz Funk & Soul lockt vom 11. bis 13. Juli in den nordenglischen Moseley Park in Birmingham.
  • Julie Campiche – Unspoken
    05. März 2026
    Ihre Harfe, Vocals, Electronics und Kompositionen setzt Julie Campiche in diesem Repertoire als Mittel der künstlerischen Konfrontation ein. Angesichts der dramaturgischen Gestaltung passt es ins Bild, dass die Musikerin neben variierenden Ensembles bereits öfter für Performances und Film komponiert hat. Zarter Gesang trifft auf folkloristische Harfenklänge, Samples aus Statements oder Reden auf teils ganz durchsichtige, […]
  • Ulysse Loup – 0° W
    05. März 2026
    Ulysse Loup segelt für sein Leben gern. Bei Konzerten des französisch-schweizer Bassisten und Komponisten hängen alte Segel um die Musikerinnen und Musiker herum, während Ventilatoren und Lichtspiele die Illusion einer maritimen Atmosphäre erzeugen. Dreimal schon hat Ulysse den Atlantik auf seinem Boot überquert, und genau diese Erfahrung setzt er jetzt auf seinem aktuellen Album in […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.