Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Leipzig: Jazztage@50
    18. August 2026
    Die Leipziger Jazztage feiern vom 17. bis 25. Oktober ihren 50. Geburtstag.
  • Hessischer Jazzpreis: Wolfgang Sandner
    18. August 2026
    Der mit 10.000 Euro dotierte Hessische Jazzpreis geht 2026 an den Musikjournalisten Wolfgang Sandner.
  • Hamburg: Jazzfilmtag
    18. August 2026
    Als Einstimmung auf die 20. Ausgabe vom UNERHÖRT! Musikfilmfestival Hamburg gibt es am 3. September einen Jazzfilmtag.
  • Berlin: West-Eastern Divan Festival
    18. August 2026
    Vom 11. bis 18. November findet erstmals das West-Eastern Divan Festival in Berlin statt.
  • Paris: L’Espagne au Louvre
    18. August 2026
    Den ganzen Herbst und Winter hindurch öffnet der Pariser Louvre mit „L’Espagne au Louvre“ seine Türen für spanische Kultur.
  • Jazz und Anderes im Radio
    17. August 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    17. August 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Frankfurt Radio Big Band / Nils Wogram / Jim Mcneely – Trilogue + 15
    17. August 2026
    Beim Deutschen Jazz Festival Frankfurt geschah im Jahr 2018 Übernatürliches: Der Geist von Albert Mangelsdorff sei…
  • Milan Verbist Trio – Time Change
    17. August 2026
    Bassist Piet Verbist war sein Vater, da war es keine große Überraschung, dass Sohn Milan ebenfalls Jazzmusiker wurde. Der Pianist spielt auf seinem Debüt-Album hauptsächlich eigene Stücke, als Opener hat er sich für den Titeltrack – eine Ballade, die Verbist und seinen Begleitern, dem Bassisten Toon Rumen und dem Schlagzeuger Jens Meijer, eine Menge Raum […]
  • Carla Köllner – Not Obsessed But Kinda Into It
    17. August 2026
    Dass Carla Köllner in ihrem Debütalbum endlich Lust hat, ihre eigenen Geschichten zu erzählen, verrät schon der Blick auf die Tracklist: zwischen Beharrlichkeit („persistance“), kindlicher Verspieltheit („hüpfen“) und augenzwinkerndem Humor („bitte nicht schubsen, habe joghurt im rucksack“) entfaltet sich ein nahbares, persönliches Klangbild. Über zehn Jahre gewachsen, präsentiert sich das Bigband-Album strukturell und klanglich in […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.