Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Jazz und Anderes im Radio
    24. August 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    24. August 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Chris Potter – Alive With Ghosts Today
    24. August 2026
    PRO und KONTRA von Reinhard Köchl und Wolf Kampmann
  • Clément Janinet – Garden Of Silences
    24. August 2026
    Die so sehnsuchtsvoll gespielte Trompete von Arve Henriksen erkennt man sofort, sie setzt sich gleich ins Ohr beim Hören dieser CD des neuen Quartetts des französischen Geigers und Nyckelharpa-Spielers Clément Janinet. Mit dem Norweger Henriksen, seinem Landsmann Ambre Vuillermoz am Akkordeon und dem deutschen Kontrabassisten Robert Lucaciu spielt Janinet hier eine beseelte, lyrische Musik zwischen […]
  • János Ávéd / David Six / Tilo Weber – The Transcendent Triptych
    24. August 2026
    „The Transcendent Triptych“ vereint drei prägende Stimmen des europäischen Jazz zu einer Art Band of Bandleaders: Tilo Weber, David Six und János Ávéd. Ihr Debüt wirkt wie ein dreiteiliges Kunstwerk im besten Sinne, dessen Gesamtheit sich aus der Verbindung von Jazz, Folklore und Klassik bildet. Komposition und Improvisation greifen beweglich ineinander, sodass Stücke wie flüchtige […]
  • Editorial 165
    21. August 2026
    Steve Swallow und Carla Bley seien eines der hipsten, eines der beständigsten und dann auch eines der rührendsten Künstlerpaare des modernen Jazz gewesen, schreibt Ralf Dombrowski in unserer Titelstory (S. 34). Manche waren besorgt, wie Steve Swallow den Tod seiner Partnerin im Jahr 2023 verkraften würde. Doch er hat seinen Weg gemacht, und sein neues […]
  • Contents 165
    21. August 2026
    mit Steve Swallow, John Coltrane 100, Salomea, Fred Hersch, Keb' Mo', Gretchen Parlato, João Bosco, James Brandon Lewis, Ida Sand, u.v.a.m. ab 28.8. am Kiosk
  • Reza Askari – Alte Liebe
    21. August 2026
    Was macht ein Metal-Album aus? Packende Riffs von einer Armada elektrischer Gitarren? Donnernde Drum-Salven? Ein charismatischer Shouter? Hooks, die ein ganzes Leben nicht mehr aus dem Ohr gehen? Oder braucht es nichts von alledem? Reza Askari gibt auf seinem neuen Album „xAYb v8v dYAx“ (Boomslang/Galileo MC) eine verblüffende Antwort. Eine Schlängellinie aus Klarinette und Trompete, […]
  • Simon Kuhn – Containment
    21. August 2026
    Mit dem Album „Containment“ (Double Moon/Bertus) gelingt es dem Quartett von Simon Kuhn, die ersten zwei Jahre seiner Existenz auf den Punkt zu bringen. Das macht der Schlagzeuger mit seinen drei Mitstreiter/-innen, zu denen der Gitarrist Jan Schrüllkamp, der Bassist Kevin Henkemeier und die Geigerin Ania Badura gehören, in einer multistilistischen Form. Darüber und vor […]
  • Jazz thing präsentiert: Enjoy Jazz 2026
    21. August 2026
    Zuletzt hatte Enjoy Jazz sein Programm stets unter ein Motto gestellt, 2026 rückt man „Beauty“ in den Mittelpunkt des Festivalgeschehens. Dabei will man sich den verschiedenen Konnotationen von Schönheit öffnen: sozial, moralisch, politisch, wirtschaftlich, ökologisch und natürlich kulturell. Schönheit bedeutet auch Macht und Machtgefälle: Wer festzulegen meint, was oder wer einem Schönheitsempfinden entspricht, grenzt anderes […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.