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    IG Jazz-Nord    

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In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Editorial 166
    23. Oktober 2026
    „eine winterreise“ – der Titel des neuen Albums unseres Titelhelden Michael Wollny ist passend für diese winterliche Ausgabe, war aber natürlich nicht ausschlaggebend für dessen Wahl. Es gibt wohl kaum einen Musiker, der so reflektiert und analytisch an seine Musik herangeht und so viel „Hirnschmalz“ in sie hineinsteckt wie Wollny. Das macht die hoch komplexe […]
  • Contents 166
    23. Oktober 2026
    mit Michael Wollny, Lisa Bassenge, Christian Lillinger, Christian McBride, Joyce Moreno, Henry Threadgill, Dominic Miller, Orchestra Baobab, Enrico Rava u.v.a.m. ab 30.10. am Kiosk
  • Joyce Moreno – Tief durchatmen!
    23. Oktober 2026
    Vier Jahre nach dem spektakulären Release einer unveröffentlichten Session mit Claus Ogerman meldet sich die unermüdliche Joyce Moreno zurück. Mit frischen Gesichtern in der Horn Section, prominentem Gast und einem neuaufgelegten Klassiker hat sie „Never Too Soon“ (Far Out/Indigo) am Start, Europatournee im November inklusive. „Longevity“ ist das Schlagwort der Stunde. Mit Fitnessprogrammen und Medikamenten […]
  • Vroni Frisch Band – Ephemer
    23. Oktober 2026
    Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Kool & the Gang unsere aktuelle „Jazz thing Next Generation“-Musikerin gekannt haben, als sie 1984 ihren Hit „Fresh“ herausgebracht haben, trotzdem passt der Song mit seinem markanten Refrain „She’s fresh“ wie die Faust aufs Auge zu der Bassistin – und das liegt nicht nur an ihrem Namen Vroni Frisch. Vroni […]
  • Jazz thing präsentiert: Internationale Kulturbörse Freiburg 2027
    23. Oktober 2026
    Unter dem Motto „Culture Connects People“ findet auf dem Freiburger Messegelände vom 25. bis 27. Januar 2027 die 38. Internationale Kulturbörse statt. Sie beginnt am Montag mit einem Fachtag mit Keynotes, Workshops und Panels mit einem „Fokus auf Networking und den Stars von morgen“. Am Montag können sich auch auf der Newcomer-Bühne junge Bands mit […]
  • Jazz thing präsentiert: Deutscher Jazzpreis 2027
    23. Oktober 2026
    Die Bewerbungsfrist für den Deutschen Jazzpreis 2027 hat begonnen. Der Preis wird am 2. Juni 2027 zum siebten Mal und dabei erstmals in Leipzig vergeben. Über das nun geöffnete Onlineportal können Bewerbungen in neun von insgesamt 19 Kategorien noch bis zum 30. November 2026 eingereicht werden, und zwar sowohl von Künstler/-innen selbst wie von deren Labels […]
  • Jazz thing präsentiert: Stop Over 5 – For Young Ears / Stop Over 6 – Large Ensembles
    23. Oktober 2026
    Am Ende geht es dann doch um Politik, um die Sichtbarkeit kultureller Arbeit. Denn hinter den Stop-Over-Kurzfestivals steckt das Zentrum under Construction, als Zwischenhalt auf dem Weg zu einem Zentrum für Jazz und Improvisierte Musik, mit dem die Deutsche Jazzunion, die IG Jazz Berlin und Till Brönner einen Knotenpunkt für die Szene und weit darüber […]
  • Jazz thing präsentiert: Snarky Puppy 2027
    23. Oktober 2026
    Die Bandgeschichte von Snarky Puppy ist so unwahrscheinlich wie hochverdient: Aus dem lockeren Verbund gleichgesinnter texanischer Musiker zur sporadisch tourenden Jamband wurde ein polymorphes, weltweit tourendes Kollektiv mit Grammy-prämierten Produktionen und stetig wachsendem Fanzirkel. Durchhaltevermögen und akkumulierte Bühnenerfahrung zahlen sich eben aus. Im letzten Jahr verwirklichte die Band um den Bassisten Michael League in einer […]
  • Jazz thing präsentiert: Winterjazz Köln 2027
    23. Oktober 2026
    Mit der 16. Ausgabe von Winterjazz Köln startet der Stadtgarten am 9. Januar 2027 ins neue Jahr. Auf drei Bühnen zeigen rund 14 Konzerte gleichermaßen die innovative wie kreative Schaffenskraft der Kölner Szene. Zu erwarten ist ein breites Spektrum improvisierter und aktueller Musik – experimentierfreudig, komplex und feinsinnig. Seit 2012 macht es sich das Festival […]
  • Jazz thing präsentiert: Jazz-Residenz Cécile McLorin Salvant
    23. Oktober 2026
    Mit Cécile McLorin Salvant hat die Alte Oper in der Saison 26/27 eine der derzeit am heißesten gehandelten Sängerinnen des US-Jazz als Artist in Residence berufen. Die 1989 in Miami, Florida, geborene Künstlerin wuchs zwischen haitianischer Musik, Hip-Hop, Soul, klassischem Jazz, Gospel und kubanischer Musik auf. Ihre stilistische Vielseitigkeit schlägt sich auch in ihrem Residenz-Programm […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.