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    IG Jazz-Nord    

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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Sparda Jazz Award: Gewinner/-innen
    08. Mai 2026
    Die Gewinner/-innen des 15. Sparda Jazz Awards stehen fest: Teresa Luna, Savannah Hauskeller und kâyame.
  • onejazz: Miles-Davis-Marathon
    08. Mai 2026
    Den 100. Geburtstag von Miles Davis am 26. Mai feiert das Online-Radio onejazz mit einem 48-stündigen Sendemarathon.
  • RIP: Tony Wilson
    08. Mai 2026
    Am 24. April verstarb im Alter von 89 Jahren Tony Wilson, ehemaliger Bassist und Songwriter der britischen Soulband Hot Chocolate.
  • Krems: Glatt & Verkehrt
    08. Mai 2026
    Sein 30. Jubiläum feiert vom 10. bis 26. Juli das Festival Glatt & Verkehrt im österreichischen Krems.
  • Berlin: Beyond Innocence
    08. Mai 2026
    Im Berliner Club ausland findet vom 19. bis 21. Juni das musikalische Improvisationsprojekt „Beyond Innocence“ statt,.
  • Pierre-Antoine Savoyat | Le Monde Merveilleux De Pépito – Thousand Shades Of A Clown
    07. Mai 2026
    Seine Musik ist poetisch, voller Schichten, die sich sanft übereinanderlegen. Sie öffnet Räume für Schönheit,…
  • Wolfgang Haffner – Music
    07. Mai 2026
    Als Wolfgang Haffner vor mehr als 40 Jahren die Szene betrat, waren Schlagzeuger, die rocken und swingen konnten, noch rar gesät – und so galt Haffner, der anfangs in der Band von Albert Mangelsdorff zu hören war, schnell als Sensation. Sein Debüt als Bandleader folgte 1999 mit dem Album „Music“. Ein knackiger Fusionsound, bei dem […]
  • Eivind Aarset – Strange Hands
    07. Mai 2026
    Manchmal passiert es bei Konzerten, dass Eivind Aarset so richtig aus sich heraus geht. Dann verliert er seine dynamische Vorsicht und lässt Klanggebirge wachsen, monumentale Drones oder wuchtige Eruptionen mit driftenden Sounds. „Strange Hands“ erinnert ein wenig an diesen Esprit des Post-Rocks, auch wenn der Höreindruck im Studio klarer und ausgewogener wirkt als eine Bühnenexplosion. […]
  • 6: Cologne Jazzweek
    05. Mai 2026
    2026 findet die Cologne Jazzweek vom 5. bis 11. September zum sechsten Mal statt.
  • Guggenheim-Fellow: Ingrid Laubrock
    05. Mai 2026
    Die seit 2008 in Brooklyn, New York, lebende Saxofonistin Ingrid Laubrock bekommt 2026 das Guggenheim-Stipendium.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.