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    IG Jazz-Nord    

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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Marius Neset – Time To Live
    16. April 2026
    Man kann sich Marius Neset kaum anders vorstellen als ständig aktiv, kreativ, explosiv. Er spielt nicht nur das expressivste Saxofon weit und breit, sondern komponiert laufend Musik in beispielloser Komplexität – für Combo, Bigband oder Sinfonieorchester. „Time To Live“ ist diesmal eine Zusammenarbeit mit der 17-köpfigen Bergen Big Band in Norwegen. Die Aufnahmen entstanden im […]
  • Gentiane MG – Can You Hear The Birds?
    16. April 2026
    Im vierten Repertoire ihres Klaviertrios integriert die kanadische Musikerin Gentiane MG dezent abgestufte Kontraste. Ihre Kompositionen fließen teils mehr in harmonisch und rhythmisch freien Formen, begeben sich anderswo unbefangen in den Bereich des modernen Mainstreams. Ihrem über weite Strecken in grazilen melodischen Linien, Verzierungen und einfallsreichen Harmonien gezeichneten Klavierspiel stellt sie in einigen Stücken Rhythmusbetonung, […]
  • Bill Frisell – In My Dreams
    16. April 2026
    Die Geigerin Jenny Scheinman, der Schlagzeuger Rudy Royston, der Bassist Thomas Morgan, der Cellist Hank Roberts und Eyvind Kang an der Bratsche zählen seit Langem zu Bill Frisells bevorzugten Musikern. Am 18. März ist der scheue Gitarrist aus Seattle 75 Jahre alt geworden und hat dafür „In My Dreams“, eine Mischung aus Live- und Studio-Aufnahmen, […]
  • SWR-Jazzpreis: Olga Reznichenko
    14. April 2026
    Die in Berlin und Leipzig lebende Pianistin Olga Reznichenko wird 2026 mit dem SWR-Jazzpreis ausgezeichnet.
  • RIP: Mike Westbrook
    14. April 2026
    Nur wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag am 21. März ist Michael John David Westbrook am 11. April im südenglischen Exeter gestorben.
  • Berlin: TransTraditionale
    14. April 2026
    Mit TransTraditionale – Musikfest der globalen Gegenwart startet das Trickster Orchestra vom 24. bis 26. April im Berliner Radialsystem ein neues Festival.
  • Gestorben: Dolores Keane
    14. April 2026
    Mit Dolores Keane ist am 16. März im Alter von 72 Jahren eine der wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen irischen Musik gestorben.
  • Kölner Kulturpreis: Hans Martin Müller
    14. April 2026
    Der langjährige Betreiber der Kölner Spielstätte LOFT, Hans Martin Müller, erhält den Ehrenpreis des Kölner Kulturpreises.
  • Jazz und Anderes im Radio
    13. April 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    13. April 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.