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    IG Jazz-Nord    

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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Aki Takase & Daniel Erdmann – Timeless
    24. September 2026
    „Timeless“ ist mehr als nur der Titel der neuesten Einspielung von Aki Takase und Daniel Erdmann. Die schon 78 Jahre alte, in Berlin lebende japanische Pianistin und der in Frankreich lebende, deutsche Saxofonist kennen sich schon seit seiner Studienzeit in Berlin, wo sie als Gastprofessorin tätig war. 2017 trafen sich beide zufällig in Paris am […]
  • Vimbs Mavimbs – Late Bloomer
    24. September 2026
    Der südafrikanische Bassist und Komponist Vimbs Mavimbs ist bereits seit zwei Jahrzehnten ein gefragter Sessionmusiker und Sideman. Mit seinem Debüt als Bandlader hat er sich aber bislang zurückgehalten. Daher nun der überaus autobiografische Albumtitel „Late Bloomer“. Allerdings hat er sich seit seinen Anfängen mit derart viel spielerischem und kompositorischem Fokus vollgesogen, dass er jetzt sofort […]
  • Bierdümpfl / Švejnar / Tantanozi – Music For Advanced Fools
    24. September 2026
    Musik für fortgeschritten Närrische, wenn das keine Höreinladung ist. Das Trio spielte dieses Album spontan im Rahmen einer zweiwöchigen Residenz am MUWO Basel ein. Gitarrist Daniel Bierdümpfl, Flötistin Marina Tantanozi und Schlagzeuger Jakub Švenjar brachten außer ihren Instrumenten (und Stimmen) etliche Effektgeräte, ein Radio und einen No-input-Mixer mit zur Session, sodass es etwas dauert, bis […]
  • SWR NEWJazz Meeting: Camila Nebbia
    22. September 2026
    Die Saxofonistin Camila Nebbia ist vom 5. bis 9. Oktober Kuratorin des 60. SWR NEWJazz Meetings.
  • München: MMi Festival
    22. September 2026
    Zum zweiten Mal kommt das MMi Festival nach München, wo es am 21. und 22. November im Einstein Kultur stattfindet.
  • Wien: KlezMORE
    22. September 2026
    Unter dem Titel „Sounding The Archive“ geht das KlezMORE Festival in Wien vom 7. bis 15. November in eine neue Ausgabe.
  • HKW: heimaten Festival
    22. September 2026
    Viele Orte und Partner:innen, ein gemeinsames Festival: 2026 findet die zweite Ausgabe des heimaten Festivals für plurale Demokratie statt.
  • Neuwied: Jazzfestival@49
    22. September 2026
    Vom 13. bis 15. November findet das Jazzfestival Neuwied wieder im Kammermusiksaal von Schloss Engers statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    21. September 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    21. September 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.