Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • SWR NEWJazz Meeting: Camila Nebbia
    22. September 2026
    Die Saxofonistin Camila Nebbia ist vom 5. bis 9. Oktober Kuratorin des 60. SWR NEWJazz Meetings.
  • München: MMi Festival
    22. September 2026
    Zum zweiten Mal kommt das MMi Festival nach München, wo es am 21. und 22. November im Einstein Kultur stattfindet.
  • Wien: KlezMORE
    22. September 2026
    Unter dem Titel „Sounding The Archive“ geht das KlezMORE Festival in Wien vom 7. bis 15. November in eine neue Ausgabe.
  • HKW: heimaten Festival
    22. September 2026
    Viele Orte und Partner:innen, ein gemeinsames Festival: 2026 findet die zweite Ausgabe des heimaten Festivals für plurale Demokratie statt.
  • Neuwied: Jazzfestival@49
    22. September 2026
    Vom 13. bis 15. November findet das Jazzfestival Neuwied wieder im Kammermusiksaal von Schloss Engers statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    21. September 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    21. September 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Ezra Collective – Here Because Of Hope
    21. September 2026
    Die bisherigen Alben der Band standen im Schatten ihrer stets mitreißenden Live-Auftritte, doch „Here Because Of Hope“ steht für sich allein und öffnet sich in eine neue Richtung, die ebenso Raum für Selbstreflexion wie für Feierlaune bietet. Im wesentlichen basiert dieses vierte Album der mit dem „Mercury Prize“ ausgezeichneten Briten auf westafrikanisch inspirierte Grooves, besticht […]
  • Adam Bałdych European Quartet – Endless
    21. September 2026
    Das neue Quartett des polnischen Geigers Adam Bałdych ist eine wahrhaft paneuropäische Angelegenheit: Aus Italien kommt der Bandoneonist Daniele di Bonaventura, aus Frankreich der Kontrabassist Michel Benita, aus Schweden der Pianist Jacob Karlzon. Der Viererbund lotet die musikhistorischen Gemeinsamkeiten des Kontinents aus und landet bei folkloristisch-pulsierenden Weisen („Long Way Home“), Klassik der frühen Neuzeit („Rainbow“) […]
  • Vylla – Ugly & Fake
    21. September 2026
    „Ugly & Fake“ ist hier gar nichts. Wo der Titel gegen das Hässliche stichelt, findet sich dahinter genau das Gegenteil: Nach der EP „Kids In Parliament“ legt Vylla ein Debütalbum vor, das kompromisslos seine eigene Sprache spricht. Sophia Göken (Vocals, Synthesizer), Michel Lühring (Bass) und Benedikt Bienert (Schlagzeug) verbinden sich zu einem Sound, der nach […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.