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    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Jazz und Anderes im Radio
    06. Juli 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    06. Juli 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Art Ensemble Of Chicago – People In Sorrow
    06. Juli 2026
    „People In Sorrow“ von 1969 gilt als eines der bedeutendsten Alben des Art Ensemble Of Chicago, war aber seit Jahrzehnten nicht mehr verfügbar. Eingespielt im Quartett mit Lester Bowie, Roscoe Mitchell, Joseph Jarman und Malachi Favors, bringt das Album die für Ende der 1960er-Jahre typische Phalanx von kreativer Jazzszene und Civil Rights Movement in den […]
  • D!ma Loginov – First Impression
    06. Juli 2026
    John Coltrane wollte mit seiner Musik eine Brücke schlagen zu modalen Spielpraktiken in aller Welt. Dima Loginov dagegen nimmt eine kasachische Volksmelodie („Yapurai“) und übersetzt sie in modalen Coltrane-Jazz. Das Debütalbum des Trompeters (Loginov war 24 bei der Aufnahme) hat seine Wurzeln in Kasachstan, seine brennende Gegenwart aber in der Jazzszene von Amsterdam. Dort hat […]
  • George – Looking For Consonance
    06. Juli 2026
    Der amerikanische Drummer und Komponist John Hollenbeck geht mit seiner Band GEORGE in die zweite Runde. Bei dem Unterfangen, den Jazz-Rock hinter sich zu lassen und Rock aus der Perspektive von Jazz, moderner Klassik und Science-Fiction neu zu definieren, wird er einmal mehr von Sarah Rossy und Chiquita Magic an Synthesizer und Mikrofon sowie Anna […]
  • Bonn: Förderpreis für Nico Klöffer
    03. Juli 2026
    Der Bassist Nico Klöffer und sein Trio werden mit dem vierten Jazzfest-Bonn-Förderpreises ausgezeichnet.
  • Initiative Musik: 73. Förderrunde
    03. Juli 2026
    In ihrer aktuellen Förderrunde schüttet die Initiative Musik insgesamt 840.00 Euro an 102 aufstrebende Künstler:innen aus.
  • Berlin: Jazz in the Garden
    03. Juli 2026
    Zwei Matinee-Konzerte unter dem Namen „Jazz in the Garden I & II“ stehen in diesem Jahr im Programm des Jüdischen Museums Berlin.
  • Potsdam: APPLAUS-Award 2026
    03. Juli 2026
    Der APPLAUS-Award 2026 wird am 24. November im Waschhaus Potsdam verliehen.
  • Langenbruck: Festival Rümlingen
    03. Juli 2026
    Das Schweizer Festival Rümlingen für Neue Musik ist seit 30 Jahren eine feste Größe in der sommerlichen Festivallandschaft.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.