Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 7./ 8.November 2025 in Pinneberg

 

Jazz-News

  • 163: Die neue Ausgabe von Jazz thing
    24. März 2026
    Die 163. Ausgabe von Jazz thing ist ab dem 28. März am Kiosk.
  • Timmendorfer Strand: JazzBaltica
    24. März 2026
    2026 findet die JazzBaltica vom 25. bis 28. Juni wieder in Timmendorfer Strand an der Ostsee statt
  • Grizzly Jazz Foundation: Lena Lorberg
    24. März 2026
    Die Bassistin Lena Lorberg ist nächste Stipendiatin der Grizzly Jazz Foundation.
  • Seu Jorge: Rolle in Science Fiction
    24. März 2026
    Seu Jorge spielt eine Rolle im dystopischen SciFi-Film „Corrida Dos Bichos“.
  • 29: Jazztage Idar-Oberstein
    24. März 2026
    Dieses Jahr finden die Jazztage Idar-Oberstein vom 5. bis 7. Juni Open-Air auf vier Bühnen statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    23. März 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    23. März 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Viktoria Tolstoy & Jacob Karlzon – Who We Are
    23. März 2026
    PRO und KONTRA von Ralf Dombrowski und Martin Laurentius
  • Kamasi Washington – Lazarus
    23. März 2026
    Nicht nur mit Shinichirō Watanabes futuristischer Geschichte und seinen Bildern sorgte er 2025 für Aufsehen, sondern auch mit der bahnbrechenden Musik von Bonobo, Floating Points und hier Tenorsaxofonist Kamasi Washington. Von denen erschienen nun auch drei Einzelalben. Seinen weitläufig jazzigen Score gestaltete Washington mit Blick auf eine der Hauptfiguren, erinnert damit an das Chaos und […]
  • Tone of Voice Orchestra – Running From The Devil
    23. März 2026
    Sie haben es wieder getan, die vier Sängerinnen, zwei Schlagzeuger und die anderen, die noch Instrumente wie Fiedel, Drehleier, Dudelsack, Zither, Saxofone, Flöten oder den Kontrabass bedienen. Das Tone of Voice Orchestra, jenes legendär-berüchtigte zehnköpfige Kollektiv aus bekannten skandinavischen Improvisatoren und Singer-Songwritern, erzählt, was ihnen seit ihrem atemberaubenden Debüt 2022 alles widerfuhr. Wenn der vor […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.