Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Dortmund: Jazztage@33
    28. August 2026
    Am 28. Oktober beginnen im Dortmunder Domicil zum 33. Mal die Jazztage.
  • Gestorben: Oliver Jones
    28. August 2026
    Am 22. Juli starb im Alter von 91 Jahren der kanadische Pianist Oliver Jones.
  • Marburg: Jazzsommer@4
    28. August 2026
    Vom 17. bis 20. September findet in Marburg zum vierten Mal der Jazzsommer statt.
  • Paris: Marokko-Festival
    28. August 2026
    Vom 29. bis 31. Oktober steht die Philharmonie de Paris ganz im Zeichen Marokkos.
  • Wolke Verlag: Amadeo Bonaiuto
    28. August 2026
    Am 31. Oktober erscheint im Wolke Verlag das Buch „Beyond Musical Borders“ von Amadeo Bonaiuto.
  • Stefano Bollani All Stars – Tutta Vita Live
    27. August 2026
    Alles begann mit einer Idee, der von Valentina Cenni: Man nehme einige der besten italienischen Jazzmusiker, dazu noch drei junge Jazztalente und lasse diese Gruppe abgeschieden zusammen für eine Woche leben und Musik machen. Die Filmemacherin hat diesen Prozess mit ihrer Kamera begleitet und herausgekommen ist der Film „Tutta Vita – Pures Leben“. Die in […]
  • DOMi & Jd Beck – Who Asked?
    27. August 2026
    Junge Musiker/-innen dürfen mehr. Viele trauen sich nicht, und die, die es doch tun, werden schnell zum Hype. Das gefeierte Duo DOMi & JD Beck zum Beispiel wirbelt vieles durcheinander. Wenn man will, findet man im Programm von „Who Asked?“ haufenweise Referenzen, von Jacob Collier und den Headhunters und zu Trap Beats und Thundercat. Es […]
  • Stefan Michalke – Michalke & Strings
    27. August 2026
    Erstmals bringt der Aachener Pianist und Komponist Stefan Michalke auf „Michalke & Strings“ ein klassisches Streichquartett mit einer improvisierenden Jazzformation zusammen. Dabei geht es ihm weniger darum, die Grenzen zwischen beiden Klangwelten aufzulösen, sondern ihre unterschiedlichen Qualitäten produktiv aufeinander zu beziehen. Transparente Arrangements, offene Harmonien und eine bewusst zurückgenommene Klangsprache geben den Kompositionen Tiefe, während […]
  • 165: Die neue Ausgabe von Jazz thing
    25. August 2026
    Die 165. Ausgabe von Jazz thing ist ab dem 28. August am Kiosk.
  • Bremen: jazzahead! 2027
    25. August 2026
    Mit dem Baltikum ist 2027 eine ganze Region Partner der jazzahead!.

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.