Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Bad Oldesloe 24./25.September 2027

Jazz-News

  • Berlin: rejazz-Festival@7
    13. Oktober 2026
    Das die siebte rejazz-Festival findet vom 19. bis 21. November im Berliner Schlot statt.
  • Hamburg: JazzHall@5
    13. Oktober 2026
    Fünf Jahre nach ihrer Eröffnung hat sich die JazzHall Hamburg als wichtiger Konzertort und kreativer Treffpunkt der deutschen Jazzszene etabliert.
  • AMEO: Hermeto-Pascoal-Tribute
    13. Oktober 2026
    Für ein Hermeto-Pascoal-Tribute trifft am 11. November das Andromeda Mega Express Orchestra (AMEO) auf die Formation Hermeto's Mothership.
  • 14: Junger Münchner Jazzpreis
    13. Oktober 2026
    Am 6. November geht der Junge Münchner Jazzpreis in seine 14. Runde.
  • Bujazzo: Nächste Generation
    13. Oktober 2026
    Bis zum 3. November können sich junge Jazzmusiker:innen für die Audition zur nächsten Bujazzo-Besetzung bewerben.
  • Jazz und Anderes im Radio
    12. Oktober 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    12. Oktober 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Fabian Dudek – Recent
    12. Oktober 2026
    Aufregend geht diese Platte schon los: mit stolpernden Rhythmen von Schlagzeuger Leif Berger. Dann stößt Pianist Felix Hauptmann dazu mit repetitiven, minimalistischen Klängen. Der raue E-Bass von Ruth Goller setzt ein und wummert dazwischen und Hauptmann beginnt, sich improvisatorisch seine Linien zu suchen. Was für ein Klangabenteuer. Und da ist der Bandleader, Fabian Dudek, noch […]
  • Sylvie Courvoisier Trio – Éclats – Live In Europe
    12. Oktober 2026
    Seit 2010 schon hat Sylvie Courvoisier ihr Trio mit Drew Gress (Bass) und Kenny Wollesen (Drums) am Laufen. Anfang 2025 war die Band einmal wieder auf Europatour. Aus drei der Konzerte (Essen, Paris, München) sind hier Mitschnitte kombiniert, klingen aber wie ein einziger zusammenhängender Auftritt. Das ästhetische Konzept des Trios – zwischen Tempo und freier […]
  • Steven Bernstein – ResoNation Trio / Ultra Resonance
    12. Oktober 2026
    Auch eine Premiere: Steven Bernstein, der unerschrockene, ruhelose Entdecker an der Trompete, packt gleich zwei Alben, die unterschiedlicher kaum sein könnten, in eines. Da ist zunächst das akkordlose ResoNation Trio mit Bassist Scott Colley und Drummer Nasheet Waits. Ein typischer Bernstein, wie sich die drei extrem zurückhaltend, fast minimalistisch durch karge Klangwelten bewegen und dabei […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.