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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • Christoph Irninger & Marc Perrenoud – New Lines
    02. Juli 2026
    Neue Linien aus der Tradition des Jazz entwickeln: Dies erkundet das Schweizer Duo mit dem Tenorsaxofonisten Christoph Irninger und dem Pianisten Marc Perrenoud. Inspiriert von Lennie Tristano und seiner Paraphrasierung bekannter Jazzstandards mit neuen Melodien wird aus Charlie Parkers „Confirmation“ das Stück „Dry Sensations“ und aus Bill Evans‘ „Time Remembered“ ihre Interpretation „Deja Vu“. Es […]
  • Hyla Crucifer – Shadow With No Car
    02. Juli 2026
    Drei Jahre nach ihrem Debütalbum „Garments“ meldet sich das Schweizer Quintett Hyla Crucifer mit einem Minialbum zurück. Mit Gitarre, Gesang, Posaune, Bass und Schlagzeug besetzt wie eine Jazz-Combo und dem Jazz tonal immer noch tief verbunden, stellt die Gruppe um Drummer Lukas Briner ihre Fertigkeiten in den Dienst einer genreübergreifenden Mission: Songs, komponiert und getextet […]
  • Jeff Cascaro – Broadway And Beyond
    02. Juli 2026
    Den Melodien des Real Book wie „I Got Rhythm“ oder „Take The A-Train“ eine neue Seite abzugewinnen, ist keine kleine Aufgabe. Sänger Jeff Cascaro hat sich ihr gestellt und walkt auf „Broadway And Beyond“ die Evergreens durch. Er tut das charmant mit seinem gewinnenden Timbre, das man jeder Bandansage wünscht. Cascaro greift mit Billy Test […]
  • RIP: Günter Lenz
    30. Juni 2026
    Am 26. Juni ist der Bassist Günter Lenz im Alter von 87 Jahren gestorben.
  • 7: JazzChurFestival
    30. Juni 2026
    „Wo Musik etwas riskiert“: So lautet das Motto des siebten JazzChurFestivals vom 2. bis 6. September im schweizerischen Chur.
  • USA: JJA Jazz Awards
    30. Juni 2026
    Kürzlich wurden die diesjährigen Gewinner:innen der verschiedenen „JJA Jazz Awards“ bekannt gegeben.
  • Nordische Botschaften: The Sound of Courage
    30. Juni 2026
    Die Nordischen Botschaften in Berlin zeigen vom 10. Juli bis 4. Oktober die multimediale Ausstellung „The Sound of Courage“.
  • Krefeld: Jazz an einem Sommerabend
    30. Juni 2026
    Am 11. Juli findet auf Burg Linn in Krefeld das Festival Jazz an einem Sommerabend statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    29. Juni 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    29. Juni 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.