Aktuelles:

 

    IG Jazz-Nord    

Nächste Tagung:

 

In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • 6: NICA artists development
    08. September 2026
    Kürzlich wurden die Künstler:innen des neuen, sechsten Jahrgangs von NICA artist development bekannt gegeben.
  • Wels: music unlimited@40
    08. September 2026
    Vom 5. bis 8. November findet das Festival music unlimited zum 40. Mal statt.
  • Berlin: Herbstprogramm des HKW
    08. September 2026
    Das Haus der Kulturen der Welt in Berlin wartet im Herbst mit einem Programm auf, das viele Weltmusik-Größen präsentiert.
  • Hamburg: Elbphilharmonie@10
    08. September 2026
    Die Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg jährt sich am 11. Januar 2027 zum zehnten Mal.
  • Ausstellung: Three Days in Malibu
    08. September 2026
    Die Kölner Galerie 5uhr30.com zeit zwischen dem 9. Oktober und 4. Dezember 25 Miles-Davis-Fotos von Ralph Quinke.
  • Jazz und Anderes im Radio
    07. September 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    07. September 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Helene Glüxam – Nachtvogel
    07. September 2026
    Als beeindruckendes Gesamtkunstwerk inszeniert die Wiener Kontrabassistin und Vokalistin Helene Glüxam ihr Soloprojekt "Nachtvogel". Live spielt sie…
  • Joey Alexander – Celestial Keeper
    07. September 2026
    Nach über zehn Jahren in New York und Baltimore ist das einstige Wunderkind Joey Alexander in seine Heimat Bali zurückgekehrt. Indonesiens Natur war eine starke Inspiration für den Pianisten, dessen neues Trio aus dem Bassisten Kris Funn und dem Schlagzeuger Jonathan Barber besteht. Viele Gäste sind auch noch dabei: Auf drei Tracks ist Saxofonist Jaleel […]
  • Hertenstein / Coleman / Irabagon – Future Drone – Live At Porgy & Bess
    07. September 2026
    Joe Hertensteins Orgeltrio mit Tastenzauberer Anthony Coleman und Powersaxofonist Jon Irabagon sorgte auf seiner Tour 2022 für magische Momente. Alle drei sind begnadete Erzähler, die ihren Plauderdruck hier zu einer fulminanten 3-D-Kommunikation verdichten. Keiner in dieser Troika nimmt sich zu ernst, niemand spielt sich in den Vordergrund, alle drei treiben einander in diesem Mitschnitt aus […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.