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    IG Jazz-Nord    

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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Editorial 164
    22. Mai 2026
    „Jazz ist ständig in Bewegung. Er ist fortwährend auf der Flucht, entzieht und verändert sich“, sagt unser Titelheld Nduduzo Makhathini im Interview – und genau das ist es, was diese Musik so spannend macht, auch in der mittlerweile 164. Ausgabe unseres Magazins. Der südafrikanische Pianist ist aber nicht nur Musiker, sondern auch Philosoph, Lehrer und […]
  • Contents 164
    22. Mai 2026
    mit Nduduzo Makhathini, Ethan Iverson, Kevin Hayes, Joe Lovano, Lakecia Benjamin, Brian Jackson, Eivind Aarset, Taj Mahal, u.v.a.m. ab 30.5. am Kiosk
  • The Klezmatics – Global But Local
    22. Mai 2026
    Die Klezmatics sind zurück. Zehn Jahre nach ihrem letzten regulären Album „Apikorsim = Heretics“ feiern sie ihr 40-jähriges Bandjubiläum mit „We Were Made For These Times“ (Asphalt Tango/Indigo). Doch bei allem Grund zum Feiern wären die Klezmatics nicht sie selbst, würden sie bei dieser Gelegenheit nicht auch mit einer Mahnung in die Offensive gehen. Schon […]
  • David Giesel – Echoes Of The Unknown
    22. Mai 2026
    Wie weit ist der Weg von einem kleinen Dorf im Breisgau in die große weite Welt des Jazz, von der rohen Energie von AC/DC hin zu einer komplexen Klangwelt aus Groove, moderner Harmonik, Offenheit und Raum? David Giesel hat ihn absolviert und weiß nun, dass es immer und überall Verbindungen gibt, und seien die Ziele […]
  • 61. Kunstbiennale Venedig
    22. Mai 2026
    09.05. bis 22.11. Venedig, verschiedene Orte In Minor Keys, den leisen, dunklen Tönen, als Biennale in Moll, hatte die kamerunisch-schweizerische Kuratorin Koyo Kouoh die diesjährige Kunstbiennale in Venedig konzipiert, nach Okwui Enwezor als erste Frau aus Afrika. Als sie während der Vorbereitung überraschend an Krebs starb, wurde ihre Vision einer leisen, anderen Kunsterzählung von ihrem […]
  • Jazz thing präsentiert: Cologne Jazzweek 2026
    22. Mai 2026
    So recht will man es nicht glauben, dass es tatsächlich erst die sechste Ausgabe der Cologne Jazzweek (CJW) ist, die 2026 vom 5. bis 11. September die Stadt Köln bespielen will. Auch wenn man sich das diesjährige Programm vergegenwärtigt, hat man den Eindruck, dass es dieses Festival eigentlich schon viel länger geben muss. Denn auch […]
  • Jazz thing präsentiert: Ingolstädter Jazztage 2026
    22. Mai 2026
    Vom 7. bis 14. November finden in diesem Jahr die 43. Ingolstädter Jazztage statt, zum dritten Mal unter der künstlerischen Leitung des Schlagzeugers Wolfgang Haffner. „Kultur zu machen, ist in diesen Zeiten nicht leicht – aber keine Kultur zu machen, ist keine Option“, ist der Projektleiter der Ingolstädter Jazztage, Matthias Neuburger, überzeugt. „Die Ingolstädter Jazztage […]
  • Jazz thing präsentiert: JazzChurFestival 2026
    22. Mai 2026
    „Wo Musik etwas riskiert“: So lautet das Motto des siebten JazzChurFestivals vom 2. bis 6. September 2026 in Chur, der Hauptstadt des schweizerischen Kantons Graubünden. Davon sind die drei Kurator/-innen des diesjährigen Programms, Anna Bläsi, Luca Sisera und Rolf Caflisch, überzeugt und haben ein Programm zusammengestellt, in dem arrivierte Stimmen auf junge Talente treffen und […]
  • Jazz thing präsentiert: Bezau Beatz 2026
    22. Mai 2026
    Jedes Jahr Anfang August verwandelt sich die Marktgemeinde Bezau im Bregenzerwald im Westen Österreichs in einen ganz besonderen Ort für Jazz und improvisierte Musik, dieses Jahr zum 19. Mal vom 6. bis 9. August. Initiator ist der aus Bezau stammende Schlagzeuger Alfred Vogel, der seit Beginn an als Kurator und Leiter das spannende und heterogene […]
  • Jazz thing präsentiert: Jazz & Joy 2026
    22. Mai 2026
    In diesem Jahr blickt das Festival Jazz & Joy im pfälzischen Worms auf eine 35-jährige Historie zurück. 1991 mit dem Namen Rheinland-Pfalz swingt gegründet, wurde es erst in Worms jazzt umbenannt, bevor es ab 2000 seinen endgültigen Namen bekam: Jazz & Joy. Die Namensänderung hatte auch mit der Öffnung des Programms gegenüber avancierter Popmusik zu […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.