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    IG Jazz-Nord    

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 entfällt: Bad Oldesloe, 05./06.09.2026

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Jazz-News

  • Joo Kraus – Somewhere Out There
    04. Mai 2026
    Ein „ganzes Jahr voller neuer Musik, Live-Begegnungen und Überraschungen“ stellt Joo Kraus anlässlich seines 60. Geburtstags im November in Aussicht. Der buchstäblich erste Streich ist die Veröffentlichung eines Albums mit den Streichern des Philharmonischen Kammerorchesters Ulm. Gemeinsam mit einer Rhythmusgruppe um Ulf Kleiner am Fender Rhodes entstehen auf „Somewhere Out There“ cineastische Klangbilder zwischen klassischer […]
  • Irreversible Entanglements – Future Present Past
    04. Mai 2026
    Das Kollektiv Irreversible Entanglements setzt seine Reise fort und erweitert sie um neue Mitreisende. Auf ihrem afrofuturistischen Statement „Future Present Past“ geht es weniger vordergründig um freie Improvisation als um ein Ritual, das die Hörer in eine Art offensiver Trance versetzt. Mit Fahrgästen wie dem Sänger und Keyboarder Helado Negro und der Band Motherboard setzen […]
  • Gabrielle Cavassa – Diavola
    04. Mai 2026
    Das war überfällig! Wer Joshua Redmans Blue-Note-Debüt von 2023 genauer unter die Lupe nahm, der kam an Gabrielle Cavassa nicht vorbei. Auf „Where Are We“ stahl die bis dato unbekannte Sängerin aus Escondido, Kalifornien, dem renommierten Tenorsaxofonisten die Show, doch Redman schien dies überhaupt nichts auszumachen. Im Gegenteil: Bei seinem neuen Label machte er sich […]
  • Berlin: Jazzpreis für Julia Hülsmann
    01. Mai 2026
    Die Pianistin Julia Hülsmann wird 2026 mit dem Jazzpreis Berlin ausgezeichnet.
  • Fortsetzung: JAZZ’N’MORE
    01. Mai 2026
    Das Schweizer Magazin JAZZ’N’MORE wird unter neuer Leitung fortgesetzt.
  • Berlin: Sonic Pluriverse
    01. Mai 2026
    Zum vierten Mal steigt ab dem 26. Juni auf der Dachterrasse vom Berliner Haus der Kulturen der Welt das Festival Sonic Pluriverse.
  • Burghausen: Look Into The Future
    01. Mai 2026
    In Burghausen startet am 22. Mai die siebte Ausgabe des dreitägigen Festivals Look Into The Future.
  • Island: Echolalia Festival
    01. Mai 2026
    Zur Feier der Sonnenfinsternis am 12. August richtet die isländische Pop-Künstlerin Björk ein interdisziplinäres Echolalia Festival aus.
  • Victor Fox – Python
    30. April 2026
    Nach seinem Debüt „Cobra“ hat Saxofonist Victor Fox auch sein zweites Album nach einer Schlange benannt – keine schlechte Metapher für den Klang des sechsköpfigen Ensembles, dem Fox das Material quasi auf den flexiblen Leib geschneidert hat: Zu seinen eigenen Holzblasinstrumenten gesellen sich Alt und Flöte von Fabian Dudek und, als Kontrast zu dieser scharfzüngigen […]
  • Lis Wessberg – In The Wake Of Blue
    30. April 2026
    Auf ihrem neuen Album „In The Wake Of Blue“ ist die dänische Posaunistin Lis Wessberg zusammen mit dem Keyboarder Steen Rasmussen, dem Bassisten Lennart Ginman und dem Schlagzeuger Jeppe Cram zu hören, auf zwei Stücken gesellt sich ein Streichquartett dazu. Mit dabei ist die Sängerin Veronika Rudd, deren Stimme sich in Unisonopassagen an Wessbergs Posaunensound […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.