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    IG Jazz-Nord    

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In Neumünster, 25.September 2026, anlässlich der Verleihung des JazzFördererPreises durch das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.

Jazz-News

  • David Sánchez – Tambó
    18. Juni 2026
    Tenorsaxofonist David Sánchez zeigt sich in seinem neuen Repertoire als sanfter Melodiker mit Sinn für Nuancen und leise Töne. Luis Perdomo verknüpft lyrisches Klavierspiel mit eleganter Harmonik und kernigen Ostinati. Zugleich schöpft Sánchez für seine Originalstücke besonders aus der rhythmischen Tradition der afrikanischen Diaspora in Loíza in Puerto Rico und San Basilio de Palenque in […]
  • David Miilmann Group – You Belong
    18. Juni 2026
    Um die Gitarre dreht sich auf diesem Album tatsächlich alles, denn David Miilmann, dessen Group ein Quintett ist, setzt mit seinem warmen, die menschliche Stimme imitierenden Sound auf der E-Gitarre (er spielt auch Slide-Gitarre und Sitar), die Grundlage für die Musik, die Jazz, Rock und brasilianische Einflüsse miteinander verbindet. Miilmann hat mit Buster Isitt und […]
  • Klaus Koenig Seven Things – Past And Presence
    18. Juni 2026
    Man sollte seine Grenzen nicht zu weit überschreiten, schreibt der Pianist Klaus Koenig in den Liner Notes zu diesem Album, dem wohl letzten seines Quintetts Seven Things. Was sich für einen Jazzmusiker erst einmal merkwürdig anhören mag, ergibt mehr und mehr Sinn, wenn man hört, wie Koenig und seine Musiker – Trompeter Daniel Schenker und […]
  • RIP: Abdullah Ibrahim
    16. Juni 2026
    Der Pianist Abdullah Ibrahim ist am 15. Juni nach kurz Krankheit im Alter von 91 Jahren gestorben.
  • EJN Award: Südtirol Jazzfestival
    16. Juni 2026
    Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige wird mit dem „EJN Award for Adventurous Programming“ vom Europe Jazz Network ausgezeichnet.
  • Neue Spielzeit: hr-Bigband
    16. Juni 2026
    Kürzlich hat die hr-Bigband das Konzertprogramm für die kommende Spielzeit 2026/27 bekannt gegeben.
  • Essaouira: Gnawa-Festival
    16. Juni 2026
    Zum 27. Mal wird die marokkanische Küstenstadt Essaouira Schauplatz des weltweit wichtigsten Gnawa-Festivals.
  • Hamburg: JazzHall SummerFestival
    16. Juni 2026
    Vom 28. Juni bis 4. Juli feiert in Hamburg das JazzHall SummerFestival die Vielfalt des Jazz.
  • Jazz und Anderes im Radio
    15. Juni 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    15. Juni 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.