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Jazz-News

  • Norwegen: PUNKT@22
    04. August 2026
    Zum 22. Mal findet im südnorwegischen Kristiansand vom 3. bis 5. September das PUNKT Festival statt.
  • Köln: KLAENG Festival 2026
    04. August 2026
    Auch 2026 findet das KLAENG Festival statt, diesmal vom 20. bis 22. November im Kölner Stadtgarten.
  • RIP: Rodney Holmes
    04. August 2026
    Am 11. Juli ist der Schlagzeuger Rodney Holmes an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben.
  • Lugano: Neues Festival
    04. August 2026
    „FÖHN – Die neuen Klänge der Alpen“ findet erstmals vom 21. bis 30. August in Lugano statt.
  • Hamburg: Jazz Open 2026
    04. August 2026
    Jazz Open Hamburg findet dieses Jahr am 29. und 30. August statt.
  • Jazz und Anderes im Radio
    03. August 2026
    Features und Konzertmitschnitte aus Jazz, World Music, Neuer Musik u.a.
  • Jazz und Anderes im Fernsehen
    03. August 2026
    Konzerte, Dokumentationen, Porträts und Magazine im TV
  • Empirical – Like Lambs: To The Slaughter
    03. August 2026
    In einer Quintettbesetzung hat die britische Band Empirical eine mehrteilige Suite von Shaney Forbes eingespielt. Dafür holten sich die langjährigen Bandmitglieder Nathaniel Facey am Altsaxofon, Tom Farmer am Kontrabass und Shaney Forbes am Schlagzeug als Gäste nun Ivo Neame ans Klavier und David Preston an die Gitarre. Melodieführende und improvisierte Passagen wechseln fortwährend zwischen den […]
  • Dasha Beets – Salute to Rita
    03. August 2026
    Die Ende 2024 verstorbene niederländische Jazzsängerin Rita Reys grüßt Nachwuchskraft Dasha Beets auf logische Weise: Indem sie Songs singt, die auch Reys oft und gern gesungen hat. Begleitet von dem Gitarristen Durk Hijma, dem Pianisten Miguel Rodriguez und dem Basssten Steven Willem Zwanink, gleitet Beets durch neun Standards – und die schlagzeuglose Besetzung steht den […]
  • Marc Jufer – Another Part Of The World
    03. August 2026
    In den Zwischenräumen von Schlaflosigkeit und Erinnerungslücken bewegen sich die Kompositionen des französisch-schweizerischen Saxofonisten Marc Jufer und seinem europäisch-amerikanischen Quartett mit der Posaunistin Josephine Nagorsnik, dem Bassisten Christian Weber und dem Schlagzeuger Devin Gray. Gemeinsam schaffen sie Umrisse einer sich langsam ausbreitenden Klanglandschaft geschichteter melodischer und rhythmischer Texturen – wie etwa in dem titelgebenden Eröffnungsstück, […]

Allgemeines zum Thema Jazz

Die Entstehungsgeschichte des Jazz geht bis ins Jahr 1917 zurück. Dieser Musikstil ist dem Blues und der Musik der farbigen Sklavenarbeiter entlehnt. Folgende charakteristische Merkmale zeichnen sich ab:

  1. Die Persönlichkeit des Musikers steht im Vordergrund; der Interpret äußert mittels Stimme oder Instrument das, was er selbst erlebte und erfuhr.
  2. Die Improvisation, entweder frei oder nach musikalischer Vorgabe, und entweder von einem oder mehreren Instrumenten, quasi kollegial, ausgeführt, wird als Ausdrucksmittel verwendet.
  3. Die spontanen, unvermittelten, gefühlsgeladenen Interaktionen sorgen für einen spannenden, abwechlungs- und erlebnisreichen musikalischen Verlauf der Session.
  4. Die faszinierende Einmaligkeit der jeweiligen musikalischen Darbietung ist ein einzigartiges, in dieser speziellen Form nicht wieder zu erlangendes musikalisches Ereignis.
  5. Die Rhythmik ist der zentrale Aspekt, dem eine besondere Ausdruckskraft innewohnt. Der Pulsschlag der ehemals in Gefangenschaft geratenen Sklaven tritt hervor, der nunmehr frei zur Entfaltung gebracht wird.
  6. Der raue Stimmklang der Sänger bzw. der gefühlsgeladene Schrei nach Gerechtigkeit, nach der die Seele lechzt, tritt hervor.
  7. Die Tongebung orientiert sich am offenen Vokal.

Der Jazz eröffnete ganz neue, allumfassende Möglichkeiten, sämtliche Musiksparten betreffend. Die Verschmelzung von afroamerikanischen Elementen der Volksmusik, wie z.B. gefühlsgeladene Rhythmik, freie Improvisation, offene Tongebung (siehe Negro Spiritual, Worksong, Blues) mit europäischen Bestandteilen, wie z.B. Tonsystem, Melodik, Harmonik, Formsatz, Instrumentierung (siehe Tanz- Marsch- Unterhaltungs- und Popularmusik) sind der Grund dafür, dass heutzutage  Musikformen integriert wurden, die nahezu ganz von der traditionellen afroamerikanischen Ursprünglichkeit losgelöst sind. Die Entwicklung des Jazz vollzog sich summa summarum wie folgt: New Orleans Jazz (ab 1905), Dixieland Jazz (ab 1910), Chicago Jazz (ab 1919), Swing (ab 1926), eine der populärsten Stilrichtungen der Jazzgeschichte, nebenbei bemerkt, sowie Bebop (ab 1940), Latin Jazz (ab 1947), Cool Jazz (ab 1948), Hard Bop (ab 1955), Free Jazz (ab 1958), Jazz Fusion (ab 1968) und viele weitere, die ihre Weiterführung im zeitgenössischen Stil fanden.